15 Jahre Mentoring in Kassel: Wie Ehrenamtliche Jugendlichen Chancen eröffnen
Klaus Trommler15 Jahre Mentoring in Kassel: Wie Ehrenamtliche Jugendlichen Chancen eröffnen
Mentoring-Programm in Kassel feiert 15-jähriges Bestehen
Ein langjähriges Mentoring-Projekt hat in Kassel sein 15-jähriges Jubiläum begangen. Die Initiative, organisiert von der AGiL Arbeitsförderung Gesellschaft, unterstützt junge Menschen aus benachteiligten Verhältnissen beim Übergang von der Schule in den Beruf. Viele der Geförderten stammen aus Familien mit Migrationshintergrund oder geflüchteten Menschen und erhalten Begleitung durch engagierte Ehrenamtliche.
Das Mentoring-Projekt startete 2008 mit Förderung der Robert Bosch Stiftung. Später übernahm das Hessische Ministerium für Soziales und Integration die finanzielle Unterstützung. Seit dem Beginn wurden rund 300 Mentoring-Paare – sogenannte "Tandems auf Zeit" – zwischen Freiwilligen und Mentees gebildet.
Die Mentor:innen fungieren als Berater:innen, Begleiter:innen und Türöffner:innen – sowohl für die berufliche als auch die persönliche Entwicklung. Zudem leiten sie "Fit fürs Bewerbungsgespräch"-Trainings, in denen die Teilnehmenden reale Vorstellungsgespräche üben. Seit 2010 wurden über 3.300 Probeinterviews durchgeführt.
Bei der Jubiläumsveranstaltung wurden 45 Ehrenamtliche für ihr Engagement geehrt. Silke Engler, Erste Kreisbeigeordnete, lobte ihre Geduld und Hingabe. Die Projektverantwortlichen hoffen nun, weitere Freiwillige zu gewinnen – insbesondere mit Erfahrung in kaufmännischen, technischen oder Gesundheits- und Pflegeberufen.
Das Mentoring-Projekt bleibt auf ehrenamtliche Unterstützung angewiesen, um junge Menschen beim Berufseinstieg zu begleiten. Mit mehr als einem Jahrzehnt Erfahrung konzentriert sich die Initiative weiterhin darauf, ihr Mentor:innen-Netzwerk auszubauen. Das Ziel: Noch mehr benachteiligten Jugendlichen die nötigen Kompetenzen und das Selbstvertrauen für den Arbeitsmarkt zu vermitteln.






