04 April 2026, 12:32

AfD startet umstrittene "Messer-App" vor Berliner Kommunalwahlen

Ein schildförmiges Polizeibadgebnis mit "Polizei Berlin" in schwarzem Text auf einem blauen Hintergrund mit einem weißen Stern und Rahmen, das auf einer Oberfläche ruht.

AfD startet umstrittene "Messer-App" vor Berliner Kommunalwahlen

Die Berliner AfD hat ein Online-Tool gestartet, das Messerangriffe in der gesamten Stadt erfasst. Die sogenannte "Messer-App" zeigt polizeilich gemeldete Vorfälle, Verletzungen sowie eine interaktive Karte der Tatorte an. Die Initiative erfolgt im Rahmen der Forderung der Partei nach mehr Transparenz bei Gewaltstraftaten – kurz vor den anstehenden Kommunalwahlen.

Laut Berliner Polizei gab es 2024 insgesamt 3.412 Messerangriffe, ein Anstieg um 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die AfD behauptet, ihre neue Anwendung helfe der Öffentlichkeit, das Ausmaß des Problems zu erfassen. Die Fraktionsvorsitzende Kristin Brinker kritisierte die regierende Koalition dafür, zentrale Details vorzuenthalten – etwa die Nationalitäten der Tatverdächtigen.

Berlin bleibt eines der wenigen Bundesländer, das solche Daten nicht veröffentlicht. Die AfD argumentiert, ein Abgleich von Polizeiberichten mit den offiziellen Kriminalstatistiken zeige eine erhebliche Lücke bei den erfassten Fällen. Zudem fordert die Partei mehr Informationen zu Verurteilungen, doch exakte Zahlen liegen weiterhin nicht vor.

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Die Veröffentlichung der App folgt auf einen viel beachteten Messerangriff am Holocaust-Mahnmal 2024, bei dem ein 20-jähriger syrischer Täter später zu 13 Jahren Haft verurteilt wurde. Gleichzeitig nahmen auch waffenbezogene Straftaten zu: 2025 verzeichnete die Polizei einen Anstieg von 68 Prozent bei Schusswaffen-Vorfällen.

Die Linke verurteilte das AfD-Projekt scharf und wirft der Partei vor, Ängste zu schüren und Migranten gezielt anzuprangern. Die Debatte um Kriminalitätsdaten entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Wahlkampfthema in Berlin.

Mit der App unterstreicht die AfD den Anstieg der Messergewalt in der Hauptstadt – allein im vergangenen Jahr wurden 3.412 Fälle registriert. Die Partei fordert weiterhin mehr Offenheit von den Behörden, etwa bei den Nationalitäten von Tatverdächtigen und Verurteilungsquoten. Die Veröffentlichung des Tools hat die politischen Auseinandersetzungen über Kriminalität und öffentliche Sicherheit vor der Wahl weiter verschärft.

Quelle