Alon Meyer erhält Bundesverdienstkreuz für Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus
Leonhard PreißAlon Meyer erhält Bundesverdienstkreuz für Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus
Alon Meyer erhält das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse der Bundesrepublik Deutschland. Die Auszeichnung würdigt sein langjähriges Engagement gegen Rassismus und Antisemitismus im Sport und in der Gesellschaft. Meyer leitet seit Jahren bedeutende jüdische Sportorganisationen und setzt sich für Inklusion und Erinnerungskultur ein.
Seine Führungslaufbahn begann 1995 bei Makkabi Frankfurt, wo er in den Vorstand eintrat. 2007 übernahm er das Amt des Präsidenten des Vereins, der heute über 4.000 Mitglieder in 27 Abteilungen zählt. 2013 wurde er zudem Präsident von Makkabi Deutschland.
Meyers Wirken geht über administrative Aufgaben hinaus. 2015 organisierte er die European Maccabi Games in Deutschland. Zudem initiierte er die Wanderausstellung „Zwischen Triumph und Verfolgung“, die die Leistungen deutscher jüdischer Sportlerinnen und Sportler in den Fokus rückt.
Sein Einsatz gegen Diskriminierung bleibt ungebrochen. 2020 gründete er gemeinsam mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland das Projekt „Zusammen1“. Als Mitglied der Arbeitsgruppe „Gegen Gewalt im Sport“ bei Makkabi Deutschland treibt er weiterhin Veränderungen voran. Seit 2004 ist er zudem Mitglied im Rat der Jüdischen Gemeinde Frankfurt.
Das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ehrt Meyers jahrzehntelanges Wirken. Seine Führung in jüdischen Sportgemeinschaften und sein Kampf gegen Hass haben bleibende Spuren in der deutschen Gesellschaft hinterlassen. Die Auszeichnung wird in Anerkennung seiner Verdienste um das Gemeinwesen verliehen.
