Apotheker streiken bundesweit für höhere Löhne am 23. März
Apotheker in ganz Deutschland schließen am 23. März ihre Türen und veranstalten zentrale Kundgebungen. Die bundesweiten Proteste zielen darauf ab, höhere Löhne durchzusetzen. Inhabende und Mitarbeiter fordern nach Jahren stagnierender Gehälter eine bessere Bezahlung.
Dr. Christian Fehske, Betreiber der Rathaus-Apotheke in Hagen, wird sich an den Aktionen beteiligen. Er hat sich wiederholt über die ungerechten Gehaltsunterschiede geäußert und darauf hingewiesen, dass ein Hausmeister bei der AOK Niedersachsen mehr verdient als eine Pharmazeutisch-technische Assistentin mit 15 Jahren Berufserfahrung.
Die Proteste richten sich gegen die Krankenkassen und deren jährliche Tarifverhandlungen – nicht gegen die Regierung oder Gesundheitsministerin Nina Warken. Fehske hatte beim GKV-Spitzenverband, dem Dachverband der gesetzlichen Krankenkassen, um die Erlaubnis gebeten, ein Foto für ein Protestplakat nutzen zu dürfen. Der Verband lehnte ab mit der Begründung, sein Antrag zähle nicht als Presseanfrage.
Zudem hinterfragte Fehske den GKV zu Gehaltserhöhungen für AOK-Mitarbeiter und schätzte, dass eine Erhöhung um sieben Prozent jährlich rund 250 Millionen Euro kosten könnte. Der Verband ging weder auf seine Bedenken ein noch beantwortete seine Fragen.
Am 23. März werden Apotheken im Rahmen einer konzertierten Aktion geschlossen bleiben. Mitarbeiter und Inhabende kämpfen für faire Löhne. Der Konflikt zeigt die langjährige Frustration über die Lohnverhandlungen mit den Krankenkassen auf.






