Ausbau des Hauptbahnhofs Hannover droht wegen fehlender Mittel zu scheitern
Klaus TrommlerAusbau des Hauptbahnhofs Hannover droht wegen fehlender Mittel zu scheitern
Nach den jüngsten Gesprächen zwischen der Bundesregierung und der DB InfraGO ist kein Schienenprojekt in die nächste Planungsphase vorgerückt. Die Entscheidung stößt bei Verkehrsverbänden und politischen Vertretern auf Kritik. Wichtige Ausbauvorhaben, darunter die Pläne für den Hauptbahnhof Hannover, drohen nun Verzögerungen oder gar eine Absage.
Die Deutsche Bahn hatte im März Pläne zum Ausbau des Hauptbahnhofs Hannover vorgestellt. Vorgesehen sind zwei neue Gleise mit den Nummern 15 und 16 sowie ein zusätzlicher Bahnsteig. Die Erweiterungen sollen Engpässe verringern und die Pünktlichkeit im S-Bahn-Netz verbessern.
Der Hauptbahnhof Hannover zählt zu den meistfrequentierten Verkehrsdrehscheiben Norddeutschlands. Täglich nutzen ihn über 260.000 Fahrgäste, zudem verkehren dort rund 750 Fern- und Regionalzüge. Die aktuelle Kapazität des Bahnhofs führt zu Flaschenhälsen, die den Zugverkehr in der gesamten Region beeinträchtigen.
Die Allianz pro Schiene hat die fehlende Finanzierung für Schienenausbauprojekte scharf kritisiert. Die grüne Verkehrsexpertin Swantje Michaelsen warf der Bundesregierung vor, die Ausbaupläne zu blockieren. Unterdessen bemüht sich das Bundesverkehrsministerium in den Haushaltsverhandlungen um zusätzliche Mittel für neue und bestehende Projekte.
Ohne Fortschritte in der Planung bleibt die Zukunft des Ausbaus des Hauptbahnhofs Hannover ungewiss. Fehlende Gelder für die neuen Gleise und den Bahnsteig könnten die Engpässe weiter bestehen lassen – mit dem Risiko weiterer Störungen im Schienenverkehr Norddeutschlands.






