28 April 2026, 00:39

Bartsch warnt vor Schulden für Militär – "Finanzielle Fehlsteuerung wird verschärft"

Deutsches Auslandsanleihe-Zertifikat aus dem Jahr 1924 mit einer Frauendarstellung, bedrucktem Text und numerischer Benennung.

Bartsch warnt vor Schulden für Militär – "Finanzielle Fehlsteuerung wird verschärft"

Dietmar Bartsch, haushaltspolitischer Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, hat sich gegen Pläne ausgesprochen, die Schuldenregeln für militärische Ausgaben zu lockern. Seine Kritik kommt, nachdem Matthias Miersch vorgeschlagen hatte, wegen des Konflikts im Iran zusätzliche Schulden zuzulassen. Bartsch warnt, ein solcher Schritt könnte die finanzielle Fehlsteuerung verschärfen und die öffentlichen Dienstleistungen weiter belasten.

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Bartsch hat wiederholt auf Mängel bei der Verwendung bestehender Sondervermögen hingewiesen. Er behauptet, dass versprochene Investitionen und strukturelle Reformen trotz früherer Kreditaufnahmen nicht umgesetzt wurden. Die Aufnahme weiterer kriegsbedingter Kosten, so seine Argumentation, würde das Problem nur vertiefen.

Im Mittelpunkt der Debatte steht die Aussetzung der deutschen Schuldenbremse – eine Regel, die neue Kredite begrenzt – um höhere Verteidigungsausgaben zu finanzieren. Bartsch sieht darin einen riskanten Weg, der Gelder von dringend notwendigen Reformen abziehen könnte. Ohne echte Veränderungen, warnt er, könnte der gesellschaftliche Zusammenhalt leiden.

Seine Bedenken gehen über finanzielle Aspekte hinaus. Bartsch besteht darauf, dass eine bloße Erhöhung der Militäretats ohne die Behebung grundlegender Probleme die Herausforderungen des Landes nicht lösen werde. Stattdessen fordert er einen Fokus auf langfristige Planung statt auf kurzfristige Kreditaufnahme.

Bartschs Position bringt ihn in Konflikt mit denen, die eine höhere Verteidigungsfinanzierung über Schulden vorantreiben. Er argumentiert, dass die aktuelle Politik versprochene Reformen nicht geliefert habe. Der Streit spiegelt die größeren Spannungen wider, wie Deutschland militärische Erfordernisse mit wirtschaftlicher Stabilität und öffentlichen Investitionen in Einklang bringen soll.

Quelle