24 May 2026, 00:45

Bergkirchweih in Erlangen: Warum Partyhits jetzt als sexistisch gelten

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Bergkirchweih in Erlangen: Warum Partyhits jetzt als sexistisch gelten

Erlangens Bergkirchweih-Fest erwartet in diesem Jahr fast eine Million Besucher. Doch hinter dem Feiertrubel hat sich eine Debatte über die Musikauswahl entzündet: Die Stadt hat nun bestimmte Party-Klassiker als „sexistisch“ eingestuft und die Veranstalter aufgefordert, sie zu meiden.

Ausgelöst wurde die Diskussion bereits im vergangenen Jahr, als eine Frau berichtete, sich auf dem Fest unwohl gefühlt zu haben. Gegenüber den Nürnberger Nachrichten schilderte sie, dass aggressive Männer sie begrapscht hätten und die gespielte Musik die feindselige Stimmung noch verstärkt habe. Daraufhin prüften Reka Lörincz und Nora Hahn-Hobeck, die Gleichstellungsbeauftragten der Grünen, eine Liste „problematischer Partysongs“.

Der Stadtrat – mit Unterstützung von CSU, Linken und SPD – hatte bereits 2021 Lieder mit „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ verurteilt. Nun stehen Titel wie Skandal im Sperrbezirk sowie Stücke von Künstlern wie Mickie Krause und Peter Wackel auf der neuen Liste. Ziel ist es, ein sicheres Umfeld für die Festbesucher zu schaffen.

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Doch der Vorstoß stößt auf Widerstand: Wirte zweifeln daran, dass sich die Vorgaben in der Praxis umsetzen lassen. Einige Musiker haben sogar angedeutet, künftig ganz auf Auftritte in Deutschland zu verzichten – aus Sorge vor den Einschränkungen.

Das Fest wird wie gewohnt mit großen Menschenmengen stattfinden, doch die Playlists könnten in diesem Jahr anders klingen. Die Veranstalter müssen nun entscheiden, ob sie sich an die Empfehlungen der Stadt halten – oder Kritik riskieren. Die Debatte spiegelt dabei eine größere Diskussion über Verhalten und Kultur bei Großveranstaltungen wider.

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