29 June 2026, 20:38

Berlin sucht ein neues Zuhause für die Philharmonie – doch die Kosten explodieren

Zu viel Hysterie!

Berlin sucht ein neues Zuhause für die Philharmonie – doch die Kosten explodieren

Berlin diskutiert über ein temporäres Domizil für die Philharmonie während der Sanierung 2032

Die Stadt favorisiert das Internationale Congress Centrum (ICC), doch Philharmonie-Intendantin Andrea Zietzschmann zeigt sich skeptisch. Gleichzeitig gibt es Gerüchte, dass ihr Vertrag nicht über 2028 hinaus verlängert wird.

Die Berliner Philharmoniker, die auch beim Osterfestspiel Salzburg eine zentrale Rolle spielen, bleiben weiterhin in den Schlagzeilen. Zietzschmann hat die Positionierung des Orchesters neu gedacht – stets mit dem Fokus auf die Musik. Unterdessen sagte Matthias Goerne seine Auftritte in Israel ab, darunter Herzog Blaubarts Burg, und begründete dies mit Reisekomplikationen.

Auch in anderen Bereichen des Kulturbetriebs gibt es Veränderungen: Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) will sein klassisches DAB+-Programm durch BR-Klassik ersetzen – ein Vorhaben, das auf öffentliche Kritik stößt. Eine Umfrage von BackstageClassical zeigt, dass 66 Prozent der Befragten den Flughafen Tempelhof als interimistische Spielstätte für die Philharmonie bevorzugen, auch wenn die Kosten auf über eine Milliarde Euro steigen könnten. Kollegen vom VAN Magazine unterstützen diese Idee.

Festivalverantwortliche sorgen ebenfalls für Gesprächsstoff: Oliver Wille, Leiter der Hitzacker Sommer-Musiktage, forderte mehr Ernsthaftigkeit und Vertrauen in die Musik. Steven Walter erklärte das Beethovenfest zur „No-Dick-Pic-Zone“ und kündigte an, Wiederholungstäter konsequent auszuschließen. In München erntete Tobias Kratzers Ring-Inszenierung für Die Walküre Lob.

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Finanzielle Sorgen belasten andere Projekte: Die Sanierungskosten des Salzburger Festspiels sind von 519 Millionen auf 635 Millionen Euro gestiegen. Karin Bergmann, die Nachfolgerin von Markus Hinterhäuser, bot an, dessen Konzerte zu übernehmen – doch eine Antwort steht noch aus. Dirigent John Eliot Gardiner sieht sich Vorwürfen wegen unangemessenen Verhaltens beim Leipziger Bachfest ausgesetzt. Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda verteidigte unterdessen Michel Friedmans Verständnis deutscher Kulturidentität. Mit Social-Media-Kampagnen versuchen die Wiener Staatsoper und andere Häuser, jüngere Zielgruppen davon zu überzeugen, dass sie bei Kulturveranstaltungen nicht hungern müssen.

Die Debatten um den Philharmonie-Standort und Zietzschmanns Zukunft spiegeln die Spannungen im klassischen Musikbetrieb wider. Steigende Kosten und Führungswechsel prägen die großen Festivals, während öffentliche Reaktionen und künstlerische Entscheidungen die Kulturlandschaft weiter formen.

Quelle