25 April 2026, 00:35

Bielefeld startet Sicherheitskampagne für Radfahrer und E-Scooter-Nutzer nach Rekordunfällen 2025

Schilder mit Aufschrift "E-Bike-Fahren nur für Anwohner" neben einer Straße mit Verkehrskegeln, einem Fahrzeug, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Bielefeld startet Sicherheitskampagne für Radfahrer und E-Scooter-Nutzer nach Rekordunfällen 2025

Die Polizei Bielefeld hat eine neue Kampagne gestartet, um die Sicherheit von Radfahrern und E-Scooter-Nutzern zu verbessern. Die Initiative unter dem Titel "Sicher.Mobil.Leben – Zwei Räder im Fokus" kommt zu einem Zeitpunkt, an dem ungeschützte Verkehrsteilnehmer im Jahr 2025 mehr als die Hälfte aller Verkehrsverletzungen ausmachten. Die Behörden wollen durch strengere Kontrollen und Aufklärungskampagnen die Unfallzahlen senken.

Im Mittelpunkt der Kampagne steht die steigende Zahl von Verletzungen unter besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern. 2025 entfielen 51,3 % aller verkehrsbedingten Schäden auf Radfahrer, E-Scooter-Fahrer und Fußgänger. Besonders betroffen waren Kinder und Jugendliche, bei denen junge Radfahrer überproportional häufig verletzt wurden. Auch die Zahl der E-Scooter-Unfälle stieg drastisch – um 82,35 %, vor allem in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen.

Die Polizei wird ihre Streifen in der Nähe von Schulen, Kindergärten und bekannten Unfallschwerpunkten verstärken. Zwischen 7:00 und 20:00 Uhr werden Beamte die Einhaltung von Abstandsregeln, korrektes Abbiegen und die technische Ausstattung der Fahrzeuge überprüfen. Zudem kontrollieren sie, ob sich Radfahrer und E-Scooter-Nutzer an die geltenden Vorschriften halten.

Ablenkungen wie die Nutzung von Smartphones oder Noise-Cancelling-Kopfhörern haben das Problem verschärft. Solche Gewohnheiten mindern die Aufmerksamkeit und erhöhen das Risiko schwerer Verletzungen. Die Kampagne soll alle Verkehrsteilnehmer – insbesondere Autofahrer – daran erinnern, wachsam zu sein und Rücksicht auf den zweirädrigen Verkehr zu nehmen.

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Langfristig orientiert sich die Initiative an der Vision Zero, einer Strategie, die darauf abzielt, Todesfälle und schwere Verletzungen im Straßenverkehr drastisch zu reduzieren. Durch Sensibilisierung und konsequente Regelüberwachung hofft die Polizei, die Straßen für alle sicherer zu machen.

Die Kampagne wird mit verstärkten Kontrollen und öffentlichen Informationsmaßnahmen umgesetzt. Durch strengere Durchsetzung der Regeln und Aufklärungsarbeit soll die Unfallrate bei Radfahrern und E-Scooter-Nutzern gesenkt werden. Bei Erfolg könnten die Maßnahmen als Vorbild für andere Städte mit ähnlichen Sicherheitsherausforderungen dienen.

Quelle