29 April 2026, 05:23

Bundesmittel-Kürzungen gefährden Anti-Diskriminierungsprojekte an deutschen Schulen

Plakat für den American Rescue Plan, das besagt, dass es die Kinderarmut in den USA halbieren würde, mit einem Bild einer Gruppe von Menschen.

Bundesmittel-Kürzungen gefährden Anti-Diskriminierungsprojekte an deutschen Schulen

Kürzungen bei Bundesmitteln stürzen Schulen in Deutschland in Unsicherheit – Anti-Diskriminierungsprogramme in Gefahr

Die Streichung staatlicher Fördergelder wirft Schulen in ganz Deutschland in eine Krise: Betroffen sind vor allem Projekte gegen Rassismus, Extremismus und zur Unterstützung marginalisierter Schüler:innen. Lehrkräfte und Aktivist:innen haben nun eine Gegenkampagne gestartet, um die Entscheidung zu revidieren.

Besonders hart treffen die Kürzungen Initiativen in Ostdeutschland, wo die Zustimmung für rechtsextreme Positionen besonders hoch ist. Viele dieser Projekte arbeiten direkt mit queeren Jugendlichen, setzen sich gegen rassistische Diskriminierung ein und stärken demokratische Werte. Zu den betroffenen Organisationen zählen etwa 180 Grad Wende und Transaidency, die in Schulen Workshops zu Extremismusprävention, Antisemitismus und Verschwörungsideologien anbieten.

Felix Bjerke, der an seiner Schule das Programm "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" leitet, sieht sich mit dem Wegfall zentraler Partnerkonfrontiert. An seiner Schule, wo rund 90 Prozent der Schüler:innen einen Migrationshintergrund haben, sind diese Programme essenziell, um Diskriminierung entgegenzuwirken und Integration zu fördern. Das Netzwerk umfasst bundesweit etwa 5.000 Schulen – sie alle kämpfen nun mit den Folgen der gekürzten Unterstützung.

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Als Reaktion hat ein Bündnis von Organisationen die Petition "Schulen stellen sich quer" ins Leben gerufen. Die Kampagne fordert mehr Handlungsmacht für Lehrkräfte im Kampf gegen Hass und Ausgrenzung. Kritiker:innen warnen, die Kürzungen untergraben genau jene Strukturen, die Schüler:innen schützen und die politische Neutralität im Klassenzimmer wahren sollen.

Der Verlust der Mittel reißt Lücken in langjährige Bemühungen, rechtsextremen Ideologien etwas entgegenzusetzen und benachteiligte Schüler:innen zu stärken. Betroffene Schulen müssen nun nach Alternativen suchen, um ihre Anti-Diskriminierungsarbeit aufrechtzuerhalten. Der Ausgang der Petition könnte entscheiden, ob diese Programme in ihrer bisherigen Form weiterbestehen.

Quelle