Bundespolizei droht Blackout bei Körperkameras – was jetzt passiert
Klaus TrommlerBundespolizei droht Blackout bei Körperkameras – was jetzt passiert
Bundespolizei droht Ausfall von Körperkameras
Die deutsche Bundespolizei könnte bald ohne funktionierende Körperkameras dastehen. Der aktuelle Hersteller plant, die Unterstützung für die Geräte einzustellen, und eine aktuelle Ausschreibung für Ersatzmodelle ist gescheitert. Dadurch könnten Beamte ab 2024 ein wichtiges Arbeitsmittel verlieren.
Die Bundespolizei hatte 5 Millionen Euro für den Kauf von 2.500 neuen Körperkameras bereitgestellt – mit der Option auf weitere 1.500 Geräte. Doch das Vergabeverfahren platzte, nachdem zusätzliche Anforderungen wie austauschbare Akkus das Angebot für Lieferanten unattraktiv machten. Nun hoffen die Behörden, dass der bestehende Hersteller die Unterstützung verlängert, was jedoch Millionen kosten würde.
Körperkameras sind für die Beamten mittlerweile unverzichtbar. Sie helfen, Konflikte in Bahnhöfen zu entschärfen, und liefern in Strafverfahren entscheidende Beweismittel. Einige Modelle sind sogar mit den Tasern der Polizei vernetzt, was die Einsatzfähigkeit verbessert.
Das Innenministerium wird aufgefordert, schnell zu handeln, um eine Versorgungslücke zu vermeiden. Ohne neue Geräte oder eine verlängerte Unterstützung könnten die Beamten den Zugang zu einer zentralen Ausrüstung verlieren. Die Situation gefährdet die Polizeiarbeit im gesamten Land.
