29 April 2026, 20:32

Bundesweiter Apothekenstreik scheitert in Baden-Württemberg an rechtlichen Hürden

Plakat, das zeigt, dass Big Pharma 2022 Amerikaner zwei bis drei Mal mehr für dieselben Medikamente berechnet hat, mit Bildern von Medikamentenflaschen und einer Spritze darunter

Bundesweiter Apothekenstreik scheitert in Baden-Württemberg an rechtlichen Hürden

Apotheker in ganz Deutschland hatten für den 23. März einen bundesweiten Streik geplant, um höhere Löhne zu fordern und auf die schwierige Lage der örtlichen Apotheken aufmerksam zu machen. Die Protestaktion sollte vollständige Schließungen umfassen – nur Notdienste sollten geöffnet bleiben. Doch rechtliche Hindernisse vereitelten den Arbeitskampf in mindestens einer Region noch vor Beginn.

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Ziel des Streiks war es, eine fairere Vergütung durchzusetzen und auf den Rückgang unabhängiger Apotheken hinzuweisen. Die Organisatoren riefen die Mitglieder auf, ihre Betriebe komplett zu schließen oder auf andere Weise Solidarität zu zeigen – etwa durch das Tragen von Warnwesten oder Gespräche mit Medienvertretern. Mehrere Landesapothekerverbände, darunter der von Baden-Württemberg, hatten die Aktion unterstützt.

Nach den aktuellen Vorschriften dürfen Apotheken pro Woche an nur einem Tag für maximal drei Stunden öffnen. Die Streikorganisatoren schlugen vor, diese Regelung zu nutzen und am 23. März kurz zu öffnen, bevor für den Rest des Tages geschlossen wird. Teilnehmende Apotheken mussten die Kammer elektronisch informieren, falls sie ihre üblichen Öffnungszeiten änderten.

Das Sozialministerium Baden-Württembergs erklärte die geplanten Schließungen später für rechtswidrig. Diese Entscheidung zwang die Landesapothekerkammer der Region, ihre Unterstützung für den Streik zurückzuziehen. Trotz dieses Rückschlags fand die Protestaktion in weiten Teilen des Landes wie geplant statt.

In den meisten Bundesländern wurde der Streik durchgeführt, während die Apotheken in Baden-Württemberg aufgrund des ministeriellen Eingriffs geöffnet bleiben mussten. Die Aktion unterstrich die anhaltenden Spannungen bei der Finanzierung und der Zukunft der örtlichen Apotheken. Die Organisatoren werden nun die Auswirkungen des Protests bewerten und über das weitere Vorgehen beraten.

Quelle