Capital Bra kassiert 250.000-Euro-Strafe für illegale Glücksspielwerbung während Live-Auftritts
Betty BruderCapital Bra kassiert 250.000-Euro-Strafe für illegale Glücksspielwerbung während Live-Auftritts
Deutschlands Glücksspielaufsicht verhängt 250.000-Euro-Strafe gegen Rapper Capital Bra wegen Werbung für illegale Online-Glücksspielangebote
Die deutsche Glücksspielbehörde hat den Rapper Capital Bra mit einer Strafe von 250.000 Euro belegt, weil er unlizenziertes Online-Glücksspiel beworben hat. Die Geldbuße wurde während eines seiner Live-Auftritte am vergangenen Wochenende ausgestellt. Den Behörden zufolge hat der Künstler wiederholt illegale Wettseiten über seine Social-Media-Kanäle und Livestreams beworben.
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) wirft Capital Bra vor, gegen Glücksspielgesetze verstoßen zu haben, indem er Fans dazu aufforderte, nicht zugelassene Plattformen zu nutzen. Ermittlungen ergaben, dass seine Inhalte – darunter Livestreams, aufgezeichnete Videos und Bannerwerbung – Nutzer gezielt zu illegalen Anbietern geleitet hätten. Zudem soll eine mit dem Rapper in Verbindung stehende Vergleichswebsite verbotene Casino-Marken beworben haben.
Die GGL überreichte den Strafbescheid während eines Konzerts im Euro-Palast in Wiesbaden. Die Behörde begründete die Maßnahme damit, dass der Rapper gegen § 5 Absatz 7 des Glücksspielstaatsvertrags 2021 verstoßen habe, der Werbung für nicht lizenzierte Glücksspielangebote untersagt. Registrierungslinks, Einzahlungsboni oder Gewinnspiele in solchen Werbekampagnen würden Zuschauer gezielt zu illegalen Wettanbietern locken, hieß es weiter.
Der Fall unterstreicht die anhaltenden Probleme mit dem Schwarzmarkt für Glücksspiel in Deutschland. Hunderte deutschsprachige Wett- und Casino-Websites operieren weiterhin ohne gültige Genehmigung. Die Aufsichtsbehörde betonte, dass bereits Livestreams, in denen illegales Glücksspiel thematisiert oder gefördert wird, rechtlich als Werbung gelten können.
Die Strafe in Höhe von 250.000 Euro ist einer der jüngsten Schritte der GGL im Kampf gegen illegale Glücksspielwerbung. Die Behörde machte deutlich, dass selbst indirekte Bewerbung unlizenzierter Plattformen mit Sanktionen belegt wird. Der Fall könnte zu einer verschärften Überwachung ähnlicher Inhalte in sozialen Medien und bei Live-Veranstaltungen führen.






