03 April 2026, 00:38

CDU-Politiker Bommert tritt nach NS-Video-Skandal vom Ausschussvorsitz zurück

Ein Buch, das bunt gefärbte deutsche Armee-Militäruniformen mit detaillierten Elementen wie Helmen, Gewehren und anderen Waffen zeigt, begleitet von beschreibendem Text.

CDU-Politiker Bommert tritt nach NS-Video-Skandal vom Ausschussvorsitz zurück

Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU im Brandenburger Landtag, ist als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des Landtags zurückgetreten. Der Schritt folgt massiver Kritik an einem von ihm veröffentlichten Video, das restaurierte Militärfahrzeuge aus der NS-Zeit zeigt. Der Clip, den Bommert auf seinem Instagram-Account gepostet hatte, wurde nach öffentlichem Protest schnell wieder gelöscht.

Die Kontroverse begann, als Bommert ein Video hochlud, das Uniformierte auf historischen Wehrmacht-Motorrädern zeigt. Die Aufnahmen, über die zuerst die Zeitung B.Z. berichtete, lösten umgehend scharfe Verurteilungen aus. Der CDU-Fraktionschef Steeven Bretz distanzierte sich umgehend von dem Inhalt und bezeichnete ihn als "inakzeptabel".

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Bommert weigerte sich zunächst, Stellung zu nehmen, räumte später jedoch ein, die Veröffentlichung sei ein Fehler gewesen. Kurz darauf legte er sein Amt im Ausschuss nieder. Bretz kündigte eine interne Aufarbeitung an und erklärte, er werde in den kommenden Tagen ein persönliches Gespräch mit Bommert suchen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Bommert in die Kritik gerät. Bereits Anfang dieses Jahres war er für einen WhatsApp-Status, in dem er seine Lieblingspolitiker auflistete, scharf angegriffen worden. Anders als bei früheren Vorfällen hatte die aktuelle Affäre jedoch direkte Konsequenzen. In den vergangenen fünf Jahren wurde kein anderer CDU-Abgeordneter in Brandenburg wegen ähnlicher Verfehlungen öffentlich sanktioniert.

Das Video war zwar kurz nach der Veröffentlichung gelöscht worden, doch die Folgen waren sofort spürbar. Bommerts Rücktritt markiert die erste disziplinarische Maßnahme gegen einen Brandenburger CDU-Politiker in jüngster Zeit wegen des Umgangs mit historisch brisantem Material. Die Partei kündigte an, die Angelegenheit intern aufzuarbeiten; weitere Gespräche stehen an.

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