Chaos bei der Berliner S-Bahn: Signalstörungen am Alexanderplatz legen Verkehr lahm
Klaus TrommlerChaos bei der Berliner S-Bahn: Signalstörungen am Alexanderplatz legen Verkehr lahm
Berliner S-Bahn: Signalstörungen am Alexanderplatz sorgen für erneute Chaos-Tage
Am Dienstagmorgen musste sich die Berliner S-Bahn erneut mit massiven Behinderungen auseinandersetzen. Reparaturarbeiten an Signalanlagen in der Nähe des Alexanderplatzes führten zu Verspätungen und Ausfällen auf mehreren Linien. Die Fahrgäste erlebten eine Mischung aus Frust und unerwarteter Unterhaltung – denn die Zugbegleiter hoben mit humorvollen und lebendigen Durchsagen die Stimmung.
Die Probleme begannen bereits am Montag, als ein S-Bahn-Zug zwischen Blankenburg und Friedrichstraße aus unbekannter Ursache liegen blieb. Die Verspätungen griffen schnell um sich, und die Passagiere wurden angewiesen, sich von den Türen fernzuhalten, da möglicherweise eine Polizeimaßnahme bevorstand. Doch der Fahrer verwandelte die nervenaufreibende Wartezeit mit seinen heiteren, mitunter poetischen Ansagen in eine ungewöhnlich unterhaltsame Fahrt.
Am Dienstag verschärften die Reparaturen an den entscheidenden Signalanlagen nahe dem Alexanderplatz die Situation weiter. Die Linie S3 pendelte nur noch im 10-Minuten-Takt als Ersatzverkehr zwischen Erkner und Warschauer Straße – ohne Expressverbindungen. Die S5 fuhr lediglich bis zum Ostbahnhof, während Fahrgäste der S75 auf die Linien S5 oder S7 ausweichen mussten.
Die S7 wurde in zwei separate Streckenabschnitte aufgeteilt: Ein Zug verkehrte zwischen Ahrensfelde und Warschauer Straße, der andere von Charlottenburg nach Potsdam. Reisende zwischen Ostbahnhof und Charlottenburg wurden aufgefordert, stattdessen die Linien S3, S5 oder S9 zu nutzen. Trotz des Durcheinanders festigte die S-Bahn einmal mehr ihren Ruf für unberechenbare, aber stets unterhaltsame Fahrten.
Die Störungen zwangen viele Pendler, nach Alternativen zu suchen. Die Signalreparaturen und die vorherigen Verspätungen ergaben ein Flickwerk aus eingeschränkten Verbindungen und Umleitungen. Bis auf Weiteres müssen Fahrgäste auf den betroffenen Linien mit längeren Fahrzeiten rechnen oder andere Wege zu ihren Zielen finden.






