Chaos beim Fusion-Festival: Brände, Drogen und gewalttätige Angriffe auf Polizei
Leonhard PreißChaos beim Fusion-Festival: Brände, Drogen und gewalttätige Angriffe auf Polizei
Fusion-Festival bei Neustrelitz: Brände, Räumung und Drogenfunde sorgen für Turbulenzen
Das diesjährige Fusion-Festival in der Nähe von Neustrelitz war von zahlreichen Störungen und Polizeieinsätzen geprägt. Die Veranstaltung musste am Donnerstagabend vorübergehend unterbrochen werden, nachdem Brände ausgebrochen waren. Dies führte zu einer vollständigen Evakuierung der Besucher auf einen nahegelegenen Flugplatz.
Rund 70 Bundespolizisten waren am Bahnhof Neustrelitz im Einsatz, um die Lage zu kontrollieren. Während der Räumung sollen mehrere Personen eine mobile Polizeistation mit Graffiti besprüht haben. Ein Beamter, der den Vorfall filmte, wurde angegriffen und erlitt leichte Verletzungen.
Die Behörden führten während des Festivals umfangreiche Kontrollen durch. Bei Verkehrskontrollen stellten die Beamten 48 Fälle von Fahrern unter Drogeneinfluss fest. Zudem beschlagnahmten sie Ecstasy-Tabletten, Kokain und Amphetamine, was zu acht Strafanzeigen wegen Drogenbesitzes oder -handels führte.
Der Zoll leitete 24 Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Cannabiskonsumgesetz ein. Bei stichprobenartigen Überprüfungen dokumentierte die Polizei zehn Straftaten und einen Ordnungswidrigkeitenfall, die meisten im Zusammenhang mit Rauschmitteln. Bei einer Person wurde zusätzlich ein illegaler Aufenthalt in Deutschland festgestellt.
Die Veranstalter bestätigten, dass der Abzug der etwa 65.000 Festivalbesucher bis Mittwoch abgeschlossen sein werde. Die Vorfälle verdeutlichen die Herausforderungen bei Großveranstaltungen, bei denen die Sicherheitskräfte gegen drogenbedingte Straftaten und Ordnungswidrigkeiten vorgehen mussten.
