20 March 2026, 18:31

Christian Ulmen in der Kritik: Ex-Frau wirft ihm digitale Identitätsfälschung und Demütigungen vor

Cartoon eines Mannes in einem blauen Hemd, der auf einem Bett neben einer Frau liegt, mit Text und Zahlen drumherum, betitelt mit 'Der Mann, der lacht'.

Christian Ulmen in der Kritik: Ex-Frau wirft ihm digitale Identitätsfälschung und Demütigungen vor

Der deutsche Komiker und Schauspieler Christian Ulmen sieht sich schweren Vorwürfen seiner Ex-Frau Collien Fernandes ausgesetzt. Sie wirft ihm vor, in ihrem Namen gefälschte Online-Profile erstellt, explizite Inhalte verbreitet und unter ihrer Identität Telefonssex geführt zu haben. Die Anschuldigungen haben die Debatte über Ulmens umstrittene Vergangenheit in Reality-TV-Formaten neu entfacht, in denen er frauenfeindliche Charaktere zur Unterhaltung verkörperte.

In den mittleren 2000er-Jahren entwickelte und moderierte Ulmen bei ProSieben die Sendung Mein neuer Freund, in der er wöchentlich einen anderen "schrecklichen Freund" spielte. Teilnehmerinnen stellten ihren neuen Partner ihren Familien vor – derjenige mit dem schlimmsten Benehmen gewann. Berichten zufolge verließen viele Frauen die Show wegen seines erniedrigenden Verhaltens. Eine seiner berüchtigtsten Figuren war Alexander von Eich, ein aristokratischer Snob, der seine Freundin herumkommandierte und sie mit "Franziskarrrrr!" anbrüllte.

Ulmen präsentierte zudem Wer will meine Freundin vögeln?, einen Wettbewerb, bei dem Männer darum kämpften, wer die "heißeste" Freundin hatte. Zu den Aufgaben zählte etwa, zu zählen, wie oft ihre Partnerinnen in einem Bordell angesprochen wurden. Das Format und der Ton der Sendung wurden scharf kritisiert, da sie Frauen auf ihr Äußeres reduzierten.

Als die Beziehung zwischen Ulmen und Fernandes 2010 öffentlich wurde, fragten sich manche, warum ein "brillanter, geistreicher Intellektueller" wie Ulmen eine "hübsche, aber austauschbare" Viva-Moderatorin daten würde. Fernandes bezeichnet sein Handeln heute als "virtuelle Vergewaltigung" und wirft ihm vor, Grenzen überschritten und Frauen durch seine Auftritte gezielt gedemütigt zu haben. Online gewinnt in Reaktion auf die Vorwürfe erneut der Leitspruch der Missbrauchsüberlebenden Gisèle Pelicot an Bedeutung: "Die Scham muss die Seite wechseln."

Fernandes' Aussagen reihen sich ein in eine wachsende Liste von Anschuldigungen gegen Männer aus der Unterhaltungsbranche, denen vorgeworfen wird, Frauen verletzt zu haben. Der Fall wirft ein neues Licht auf Ulmens frühere Arbeiten, in denen erniedrigendes Verhalten als Komödie verpackt wurde. Wie Rechtssystem und Öffentlichkeit auf die Vorwürfe reagieren werden, bleibt abzuwarten.

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