10 April 2026, 18:33

Collien Fernandes bricht Schweigen: Wie digitale Gewalt Frauen systematisch zerstört

Ein Mann im Anzug spricht in ein Mikrofon, wahrscheinlich zur Genehmigung eines Gesetzes zur Verbots des Internetgebrauchs durch die Regierung.

Collien Fernandes bricht Schweigen: Wie digitale Gewalt Frauen systematisch zerstört

Schauspielerin Collien Fernandes hat sich zur drastischen Auswirkung digitaler Gewalt gegen Frauen geäußert. In einem aktuellen Interview schilderte sie, wie gefälschte Profile, Deepfakes und explizite Inhalte genutzt wurden, um sie im Internet zu belästigen. Die Resonanz auf ihre Geschichte war überwältigend – Zehntausende fordern nun strengere Schutzmaßnahmen.

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Fernandes berichtete, wie unter ihrem Namen Fake-Profile angelegt wurden, die ihre Fotos, Videos und erfundene erotische Geschichten enthielten. Sie betonte, dass solche Angriffe nicht nur Prominente treffen – jede Frau könne zum Ziel werden. Deepfakes, Pornografie und Identitätsdiebstahl seien gängige Mittel, um Frauen online zu schikanieren und einzuschüchtern.

Kritisch merkte sie an, dass Deutschland im Kampf gegen digitale Gewalt hinterherhinke, und verwies auf Spanien als Vorbild für wirksame Lösungen. Fernandes forderte längere Meldefristen für Übergriffe, bessere Schulungen für Polizei und Richter:innen sowie Präventionsprogramme an Schulen. Zudem verlangte sie klarere rechtliche Rahmenbedingungen und härtere Strafen für Täter:innen.

Journalistin Caren Miosga unterstützte diese Forderungen und bezeichnete digitale Gewalt als systemisches Problem mit unklaren Zuständigkeiten. Plattformen, Polizei und Gerichte arbeiteten oft unkoordiniert, sodass Opfer ohne ausreichende Hilfe blieben. Justizministerin Stefanie Hubig pflichtete bei und räumte Reformbedarf sowie effizientere Verfahren zum Schutz von Frauen ein.

Fernandes warnte, dass rechtliche Lücken reale Folgen für Betroffene hätten. Sie rief zu sichtbarer Solidarität, politischem Handeln und öffentlicher Aufklärung auf, um der wachsenden Bedrohung durch digitale Gewalt entgegenzutreten. Die Forderungen nach Reformen kommen zu einer Zeit, in der Tausende bessere Schutzmechanismen für von Online-Missbrauch betroffene Frauen einfordern. Fernandes und andere setzen sich für konkrete Veränderungen ein – darunter Schulungen, Prävention und schärfere Gesetze. Ohne diese Maßnahmen würden Opfer weiterhin auf systemische Hürden stoßen, wenn sie Gerechtigkeit suchen.

Quelle