David Haye verklagt ITV wegen angeblicher Rufschädigung nach Dschungelcamp-Auftritt
Ottilie KreinDavid Haye verklagt ITV wegen angeblicher Rufschädigung nach Dschungelcamp-Auftritt
Der ehemalige Boxer David Haye geht rechtlich gegen ITV wegen seines Auftritts in Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! Südafrika vor. Der 43-Jährige wirft der Sendung vor, ihn durch unfaire Schnitte als "Buhmann" dargestellt zu haben. Nun hat er ein hochkarätiges Anwaltsteam beauftragt, um Schadensersatz für die angebliche Rufschädigung einzuklagen.
Hayes Zeit im Dschungelcamp sorgte für mehrere Kontroversen. Zuschauer warfen ihm vor, seinen Mitbewohner Adam Thomas gemobbt zu haben, und bezeichneten ihn als "frauenfeindlich", nachdem er seine Freundin Sian Osborne als jemanden mit "dem Charakter eines richtig hässlichen Vogels" beschrieben hatte. Osborne verteidigte die Aussage später als Kompliment und warf Kritikern vor, bewusst Anstoß nehmen zu wollen.
Beim Finale der Show geriet Haye zudem in einen hitzigen Streit mit seinem Camp-Kollegen Jimmy Bullard. Nach seinem Auszug aus dem Dschungel beteuerte er, mit allen – einschließlich Thomas – gut ausgekommen zu sein. Doch die Spannungen flammten erneut auf, als Haye Thomas in einem emotionalen This Morning-Interview vorwarf, sich als "Opfer" zu inszenieren.
Nun verklagt der Ex-Boxer ITV angeblich wegen "nicht wiedergutzumachender Schäden für seine Marke". Seine Anwälte von Gatehouse Chambers – die 500 Pfund pro Stunde berechnen – sollen die Darstellung seiner Person in der Sendung anfechten.
Haye beharrt darauf, dass die Produzenten das Filmmaterial gezielt geschnitten hätten, um ihn als Streitlustigen dastehen zu lassen. Zuvor hatte er Vorwürfe wegen Mobbing zurückgewiesen und argumentiert, seine Äußerungen seien aus dem Zusammenhang gerissen worden.
Der Rechtsstreit folgt auf wochenlange öffentliche Kritik an Hayes Verhalten in der Show. Während seine Freundin die Vorwürfe gegen seine Aussagen zurückweist, zielt seine Klage auf eine angebliche Rufschädigung durch ITV ab. Der Fall könnte Präzedenzcharakter dafür haben, wie Reality-TV-Teilnehmer künftig gegen ihre Darstellung im Fernsehen vorgehen.






