Deutsche Bahn setzt auf Körperkameras und KI gegen Angriffe auf Mitarbeiter
Klaus TrommlerDeutsche Bahn setzt auf Körperkameras und KI gegen Angriffe auf Mitarbeiter
Deutsche Bahn führt neue Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz ihrer Mitarbeiter ein
Bis August erhalten alle Beschäftigten in Kundenkontakt eine Schulung zum Einsatz von Körperkameras. Die Maßnahme folgt auf erfolgreiche Testphasen und soll Übergriffe auf das Personal reduzieren.
Wie das Unternehmen mitteilt, zeigten die Versuche mit Körperkameras vielversprechende Ergebnisse: Bei über 500 dokumentierten Vorfällen führte nur einer zu einer schweren Attacke – ein klarer Beleg für die abschreckende Wirkung. Die Mitarbeiter können selbst entscheiden, ob sie die Kameras tragen möchten, doch die Schulung informiert umfassend über die Vorteile.
Ab Juli startet ein weiterer Pilotversuch: stabilesichere Westen für Beschäftigte. Diese ergänzen die bestehende Schutzausrüstung als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme. Parallel dazu wird die verpflichtende Deeskalationstraining bundesweit ausgeweitet. Ein neues Modul mit dem Titel „Durchsetzungsvermögen im Zug“ vermittelt Strategien, um schwierige Situationen souveräner zu meistern.
Auch andere Sicherheitskonzepte haben sich bewährt. Projekte wie „Einzelbetreuung“ und die Doppelbesetzung im Kundenservice verringerten die Risiken für allein arbeitende Mitarbeiter. Gleichzeitig wird der Einsatz von KI-Technologie geprüft, um Echtzeit-Aufnahmen aus Zugkameras auszuwerten. Das System könnte Konflikte frühzeitig erkennen und so schnelleres Eingreifen der Sicherheitskräfte ermöglichen.
Langfristig plant die Bahn, neben Videoaufnahmen auch Tonmitschnitte zuzulassen. Dies würde Ermittlungen erleichtern und die Kriminalprävention in Zügen verbessern.
Die Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Strategie der Deutschen Bahn zur Stärkung des Mitarbeiterschutzes. Körperkameras, stabilesichere Westen und KI-gestützte Überwachung sollen Vorfälle verringern und die Reaktionszeiten in kritischen Situationen verkürzen.






