17 June 2026, 20:23

Deutschland diskutiert Fracking-Rückkehr – doch lohnt sich Schiefergas wirklich?

Studie: Fracking könnte die Erdgasversorgung auf lange Sicht stärken

Deutschland diskutiert Fracking-Rückkehr – doch lohnt sich Schiefergas wirklich?

Deutschland erwägt Hydraulic Fracturing – auch Fracking genannt – als Möglichkeit, die heimische Erdgasförderung auszubauen. Die Technik könnte die beträchtlichen Schiefergasvorkommen des Landes erschließen, stößt jedoch auf rechtliche und wirtschaftliche Hindernisse. Die aktuelle inländische Produktion deckt bisher nur einen Bruchteil des Bedarfs.

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Durch Fracking könnten bis 2025 jährlich zusätzlich 5 bis 10 Milliarden Kubikmeter Gas gefördert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, wären jedoch Hunderte neuer Bohrungen und mehrere Jahre Entwicklungszeit nötig.

Fachleute gehen davon aus, dass die Umweltrisiken durch strenge Auflagen beherrschbar wären. Dennoch würde das Verfahren weder akute Engpässe beheben noch die Preise spürbar senken. Auf die globalen Märkte hätte die bescheidene zusätzliche Förderung Deutschlands voraussichtlich kaum Einfluss.

Bevor Probebohrungen beginnen könnten, müsste die Bundesregierung das bestehende Fracking-Verbot aufheben – ein Schritt, der auf starken öffentlichen Widerstand stoßen dürfte. Selbst dann bleibt ungewiss, ob sich die Förderung ohne Subventionen wirtschaftlich rechnet.

Das Potenzial von Schiefergas in Deutschland ist zwar groß, aber schwer zugänglich. Ein Ausbau des Frackings würde Jahre dauern und von regulatorischen Änderungen abhängen. Die Auswirkungen auf die nationale Versorgung wären begrenzt, mit kaum spürbaren Effekten auf die globalen Energiemärkte.

Quelle