Die Linke verurteilt antisemitische Äußerungen ihrer Jugendorganisation scharf
Ottilie KreinDie Linke verurteilt antisemitische Äußerungen ihrer Jugendorganisation scharf
Die Führung der Linken hat antisemitische und umstrittene Äußerungen von Mitgliedern ihres Jugendverbandes Linksjugend [’solid] scharf verurteilt. Die Parteivorsitzenden Kerstin Wolter und Maximilian Schirmer forderten umgehende Konsequenzen wegen der Vorfälle. Gleichzeitig distanzierte sich die Partei von positiven Bezügen auf den Stalinismus und die DDR, die aus der Gruppe bekannt geworden waren.
In einem internen Forum hatten Mitglieder der Linksjugend [’solid] im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg von „israelischen Konzentrationslagern“ und einem „israelischen Völkermord im Namen des Judentums“ gesprochen. Zudem soll dort ein Bild der israelischen Flagge mit dem Schriftzug „Tod Israel“ geteilt worden sein. Diese Aussagen lösten bei der Parteispitze empörte Reaktionen aus.
Die Linke hat sich wiederholt gegen den Stalinismus positioniert und diese Haltung nun erneut betont. Dennoch wurden in demselben Forum auch lobende Äußerungen über den ehemaligen sowjetischen Diktator Josef Stalin und den verstorbenen chinesischen Führer Mao Zedong von Mitgliedern der Linksjugend [’solid] dokumentiert. Christian Schaft, Fraktionsvorsitzender der Linken im Thüringer Landtag, verlangte auf dem Bundesparteitag eine klare Verurteilung dieser Aussagen.
Die Parteivorsitzende Ines Schwerdtner bestätigte, dass die Führung mit der Linksjugend [’solid] im Gespräch sei, um die Vorwürfe zu prüfen. Bereits im November 2022 und Februar 2023 war es zu ähnlichen Vorfällen mit dem Jugendverband gekommen, die zu einer erneuten Überprüfung der Positionen der Gruppe führten.
Die Linke stellte klar, dass sie antisemitische und unmenschliche Äußerungen entschieden ablehnt und ihren Bruch mit dem Stalinismus bekräftigt. Die Partei arbeite nun daran, das Problem intern aufzuarbeiten und Konsequenzen für die Verantwortlichen sicherzustellen.






