11 June 2026, 10:25

Dieter Nuhr erhält Leo-Baeck-Preis für seinen Kampf gegen Antisemitismus und Medienkritik

Zentralrat: Nuhr deckt 'Doppelmoral' der Medien auf

Dieter Nuhr erhält Leo-Baeck-Preis für seinen Kampf gegen Antisemitismus und Medienkritik

Der Kabarettist Dieter Nuhr ist mit dem Leo-Baeck-Preis für seine deutliche Kritik an Antisemitismus und Medienvoreingenommenheit ausgezeichnet worden. Die Ehrung wurde vom Zentralrat der Juden in Deutschland verliehen. Zu den früheren Preisträgern zählen unter anderem ehemalige Bundespräsidenten sowie die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, warf den deutschen Medien vor, antisemitische Erzählmuster zu verbreiten. Zudem kritisierte er doppelte Standards in der Berichterstattung über Israel und das Judentum. Schuster lobte Nuhr dafür, diese Missstände konsequent beim Namen zu nennen.

Während der Verleihung würdigte Ahmed Mansour Nuhrs Mut, sich öffentlich gegen Antisemitismus zu stellen. Nuhr argumentierte, dass viele, die sich als antifaschistisch bezeichneten, Antisemitismus dulden würden. Zudem betonte er, dass Antisemitismus nicht nur am rechten Rand, sondern auch in linken Kreisen und unter kulturellen Eliten existiere.

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Der nach dem Rabbiner Leo Baeck benannte Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und zeichnet Persönlichkeiten aus, die sich für Toleranz einsetzen und Vorurteile bekämpfen. Nuhrs Auszeichnung unterstreicht seine Rolle im Kampf gegen Antisemitismus und mediale Verzerrungen. Der Preis lenkt die Aufmerksamkeit auf die anhaltenden Bemühungen, schädliche Narrative zu hinterfragen. Seine Arbeit sorgt in Deutschland weiterhin für Diskussionen.

Quelle