24 May 2026, 00:44

Drei Personen lösen Bahn-Chaos an der Müngstener Brücke aus

Leichtsinn auf der Müngstener Brücke hat teure Folgen: Polizei und Stadtverwaltung verhängen Kostenbescheide gegen die Täter

Drei Personen lösen Bahn-Chaos an der Müngstener Brücke aus

Drei Personen bei unerlaubtem Betreten der Müngstener Brücke gesichtet

Am Sonntag, dem 8. März, kurz nach Mittag, wurden drei Personen dabei beobachtet, wie sie sich unbefugt in der Nähe der Müngstener Brücke aufhielten. Ihre Anwesenheit zwang die Behörden, den Bahnverkehr für fast eine Stunde einzustellen, während Rettungskräfte zum Einsatzort eilten.

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Augenzeugen hatten gegen 12:05 Uhr zwei Erwachsene und ein Kind im gesperrten Gleisbereich entdeckt. Die Gruppe löste umgehend eine Streckensperrung zwischen 12:09 und 12:50 Uhr aus, was zu erheblichen Behinderungen im Zugverkehr führte.

Bundespolizei, die Wuppertaler Polizei sowie Feuerwehrkräfte aus Solingen und Remscheid rückten umgehend an. Die Erwachsenen gaben später an, ihre Navigations-App habe sie auf die Brücke geführt. Die Bundespolizei betonte jedoch, dass deutlich sichtbare Verbotszeichen vorhanden gewesen seien.

Der Vorfall führte zu Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die beiden Erwachsenen. Die Bundespolizei veranschlagte Einsatzkosten in Höhe von 99,60 Euro, während die Wuppertaler Polizeidirektion pro beteiligter Person 118,50 Euro in Rechnung stellte. Der Fall befindet sich nun in der Anhörungsphase.

Die Feuerwehr Solingen erteilte einen Kostenbescheid über rund 656 Euro für Fahrzeug- und Personaleinsatz. Die Stadt Remscheid prüft noch, ob sie eine Kostenerstattung geltend machen wird; ein Zeitplan für eine Entscheidung steht bisher nicht fest.

Der Vorfall verursachte Zugverspätungen und finanzielle Forderungen mehrerer Einsatzkräfte. Die Behörden warnten erneut vor den Gefahren, Sicherheitshinweise an Bahnanlagen zu ignorieren. Der Fall wird nun mit möglichen Sanktionen für die Verantwortlichen weiterverfolgt.

Quelle