09 June 2026, 04:29

Elektroauto-Förderung in Deutschland scheitert an mangelndem Interesse und hohen Kosten

E-Auto-Kaufprämie noch immer nicht ausgezahlt

Elektroauto-Förderung in Deutschland scheitert an mangelndem Interesse und hohen Kosten

Deutschlands Förderprogramm für Elektroautos kommt seit seinem Start vor einem Jahr kaum voran. Die Initiative, die den Absatz umweltfreundlicher Fahrzeuge ankurbeln sollte, bleibt weit hinter den Erwartungen zurück. Mittlerweile geben Beamte zu, dass das ursprüngliche Ziel von einer Million Elektroautos auf den Straßen bis 2020 nicht erreicht wird.

Die Kaufprämie wurde Anfang Juli 2016 eingeführt und gilt rückwirkend für Fahrzeuge, die seit dem 18. Mai 2016 erworben wurden. Bis zum 30. Juni 2017 gingen bundesweit jedoch nur 23.024 Anträge ein. Davon entfielen 13.080 auf rein elektrisch betriebene Autos, 9.937 auf Plug-in-Hybride.

Privatkäufer stellten 10.150 der Anträge, der Großteil der übrigen kam von Unternehmen. Die Förderung sieht 4.000 Euro für rein batteriebetriebene Elektroautos und 3.000 Euro für Plug-in-Hybride vor. Nicht abgerufene Mittel verfallen Ende Juni 2019.

Die Bundesregierung hatte gehofft, dass die Prämie zu mindestens 300.000 Fahrzeugkäufen führen würde. Doch Andreas Obersteller, Präsident des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), verwies auf erhebliche Hindernisse: hohe Anschaffungskosten, eine unzureichende Ladeinfrastruktur und Bedenken hinsichtlich der Reichweite bremsen die Nachfrage aus.

Wegen der zögerlichen Inanspruchnahme des Programms hat Berlin sein ehrgeiziges Ziel für 2020 nun fallen lassen. Da nur ein Bruchteil der erwarteten Anträge einging, ist die Zukunft der Förderung ungewiss. Falls die Nachfrage nicht steigt, verfallen die verbleibenden Mittel in zwei Jahren.

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