12 June 2026, 18:20

Erstes Margot-Friedländer-Gymnasium in Hessen ehrt Holocaust-Überlebende

Umbenennen der 'Neuen Frankfurter Oberschule' in 'Margot-Friedländer-Oberschule'

Erstes Margot-Friedländer-Gymnasium in Hessen ehrt Holocaust-Überlebende

Eine Schule in Hessen wird zu Ehren von Margot Friedländer umbenannt, einer Überlebenden des Holocaust und lebenslangen Kämpferin für Menschlichkeit und Toleranz. Es ist das erste Mal, dass eine Schule in der Region ihren Namen tragen wird – ein Schritt, der nach ihrem Tod im Mai 2025 beschlossen wurde.

Margot Friedländer widmete ihr Leben der Aufklärung über die Verbrechen des NS-Regimes, nachdem sie aus dem Konzentrationslager Theresienstadt befreit worden war. Unermüdlich setzte sie sich als Zeitzeugin ein, bewahrte das Gedenken an das unfassbare Leid und ermutigte junge Menschen, ein respektvolles Miteinander zu leben.

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Das Neue Gymnasium Frankfurt wird künftig den Namen Margot-Friedländer-Gymnasium tragen. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein bezeichnete die Umbenennung als einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Erinnerungskultur in Hessen. Schulen seien zentrale Orte, um demokratische Werte zu verankern und Extremismus sowie Antisemitismus entgegenzutreten, betonte er.

Im Dezember 2025 ehrte Rhein Friedländer posthum mit der höchsten Auszeichnung des Landes, der Wilhelm-Leuschner-Medaille, für ihr Lebenswerk. Auch Bildungsminister Armin Schwarz lobte die Umbenennung als ein starkes Signal für das Bildungssystem. Die Schule wird Rheins Vorschlag aufgreifen, Friedländers Vermächtnis dauerhaft in den Schulalltag zu integrieren.

Die Umbenennung setzt ein bundesweites Beispiel für demokratische Bildung und historische Verantwortung. Sie stellt sicher, dass Friedländers Botschaft von Toleranz und Erinnerung auch für kommende Generationen ein zentraler Bestandteil des Lernens bleibt.

Quelle