15 April 2026, 18:31

Essen plant neuen Verwaltungscampus nach gescheitertem BürgerRatHaus-Projekt

Eine Stadtstraße mit hohen Gebäuden im Hintergrund, Straßenlaternen, Verkehrsschildern, Autos, Büschen, Bäumen und einer bewölkten Himmel, mit den einzigartig gestalteten Gebäuden der Universität Rotterdam.

Essen plant neuen Verwaltungscampus nach gescheitertem BürgerRatHaus-Projekt

Essen hat ein neues Design für seinen künftigen Verwaltungscampus an der Bernestraße ausgewählt. Der siegreiche Entwurf, der Mitte Februar 2026 gekürt wurde, ersetzt ein früheres Projekt, das wegen steigender Kosten und wirtschaftlicher Belastungen verworfen worden war. Die Stadt setzt nun auf einen mehrphasigen Bauprozess, der in Kürze beginnen soll.

Das ursprüngliche Vorhaben "BürgerRatHaus" war bereits im Sommer 2022 aufgegeben worden. Explodierende Baukosten und die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs machten die Umsetzung unmöglich. Stattdessen schrieb Essen einen neuen Wettbewerb für ein modernes Verwaltungszentrum aus.

Eine Jury entschied sich für den Entwurf des Büros PBA Peter Bastian Architekten aus Münster. Oberbürgermeister Thomas Kufen lobte die Wahl als zukunftsweisenden Ansatz für städtische und verwaltungstechnische Entwicklung. Das Konzept vereint eine architektonische Vision mit einer städtebaulichen Planung für das Gelände des ehemaligen Hauptbads.

Die erste Bauphase soll bis 2030 abgeschlossen sein. Zu den ersten Nutzern zählen das Polizeipräsidium I, Teile der Ordnungsbehörde sowie die Krisenmanagement-Stelle der Stadt. Ziel ist es, wichtige Sicherheitsbehörden zu zentralisieren und die Zusammenarbeit zwischen den Ämtern zu verbessern.

Die Immobilien Management Essen GmbH (IME) übernimmt die Planung, Koordination und Umsetzung des gesamten Projekts. Eine Ausstellung mit den drei finalen Entwürfen – darunter auch dem Siegerentwurf – wurde am 23. Februar 2026 im Foyer des Essener Rathauses eröffnet.

Der neue Campus wird zentrale Verwaltungs- und Sicherheitsdienste an einem Standort bündeln. Der Bau erfolgt in Abschnitten, wobei die ersten Gebäude bis Ende des Jahrzehnts bezugsfertig sein sollen. Das Projekt steht für einen Wandel – weg vom gescheiterten "BürgerRatHaus", hin zu einer flexibleren und kostengünstigeren Lösung.

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