EU-Kommission verschärft Prüfung des Lufthansa-Allianz-Deals mit United und Air Canada
Klaus TrommlerEU-Kommission verschärft Prüfung des Lufthansa-Allianz-Deals mit United und Air Canada
Die Europäische Kommission hat ihre Prüfung des transatlantischen Joint Ventures A zwischen Lufthansa, United Airlines und Air Canada verschärft. Eine seit August 2024 laufende Untersuchung wirft Fragen zu wettbewerbswidrigen Auswirkungen auf der Strecke Frankfurt–New York auf. Die Kommission plant nun vorläufige Maßnahmen, um mögliche Marktschäden abzuwenden.
Die A -Allianz, die Lufthansa, United und Air Canada verbindet, steht zunehmend im Fokus der Regulierungsbehörden. Seit 2013 hat sich die Zusammenarbeit vertieft – mit abgestimmten Kapazitätskürzungen, einheitlicher Preispolitik und einem gemeinsamen Marktanteil von über 70 Prozent auf der Strecke Frankfurt–New York. Wettbewerber wie Norwegian und Level hatten Schwierigkeiten, sich zu behaupten, was den Wettbewerb weiter schwächte.
2020 beendete Lufthansa zudem Sonder-Prorate-Vereinbarungen (SPAs) mit Condor und schränkte damit die Fähigkeit der Airline ein, auf dieser Route nachhaltig zu operieren. Vorläufige Erkenntnisse der Kommission deuten darauf hin, dass das Joint Venture den Wettbewerb einschränkt und die 2013 von den Airlines gemachten Zusagen nicht ausreichen.
Um weitere Schäden zu verhindern, hat die Kommission Lufthansa eine ergänzende Einwendungsmitteilung übersandt. Zudem soll die Airline verpflichtet werden, Condor wieder Zugang zu ihrem Zubringerverkehr am Frankfurter Flughafen zu ermöglichen. Diese vorläufigen Schritte sollen den Wettbewerb sichern, während die Untersuchungen andauern.
Die Maßnahmen der Kommission zeigen, wie ernst es ihr um faire Wettbewerbsbedingungen auf transatlantischen Strecken ist. Falls umgesetzt, müsste Lufthansa Condors Betrieb unterstützen – was die Marktstrukturen verändern könnte. Eine endgültige Entscheidung im Fall steht noch aus.






