08 June 2026, 02:24

Experte warnt: Wohngeld-Kürzung trifft eine Million Haushalte hart und verschärft soziale Ungleichheit

Parit├Ątsverband: Wohngeld-Kürzungen treiben Menschen in Armut

Experte warnt: Wohngeld-Kürzung trifft eine Million Haushalte hart und verschärft soziale Ungleichheit

Die Pläne der Bundesregierung, die Wohnungsgeldleistungen zu kürzen, stoßen beim Wohnungsexperten Ulrich Rock auf scharfe Kritik. Er warnt, dass die geplante Streichung von einer Milliarde Euro mehr als eine Million Haushalte treffen werde, die bereits mit hohen Mieten kämpfen. Viele dieser Familien geben fast die Hälfte ihres verfügbaren Einkommens für Wohnen aus und sind damit besonders anfällig für weitere finanzielle Belastungen.

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Rock argumentiert, dass die Sparmaßnahmen an der falschen Stelle ansetzen. Statt die Leistungen zu kürzen, fordert er, die Mieten zu senken – das wäre ein weitaus wirksamerer Weg, um die Kosten zu drücken. Das aktuelle System ermögliche es großen Wohnungsunternehmen, übermäßig Profite einzustreichen, so der Experte. Einige von ihnen zahlten bis zu 200 Euro pro Wohnung an Aktionäre aus – mitfinanziert von den Steuerzahlern.

Der Fachmann macht zudem die gescheiterte Mietpreisbremse und explodierenden Immobilienpreise für die steigenden Ausgaben bei den Wohngeldleistungen verantwortlich. Eine Kürzung der Unterstützung jetzt, so seine Warnung, werde noch mehr Menschen in die Grundsicherung drängen und mögliche Einsparungen des Staates zunichtemachen. Rock bezeichnet die geplante Streichung als eine harte, rein symbolische Maßnahme, die Mieter nicht vor unbezahlbaren Mieten schütze.

Seine Bedenken gehen über die unmittelbaren finanziellen Folgen hinaus. Angesichts ohnehin hoher Armutsrisiken fürchtet er, dass die Kürzungen die soziale Ungleichheit verschärfen und einkommensschwache Haushalte noch weiter in die Enge treiben werden.

Die geplante Kürzung des Wohnungsgelds um eine Milliarde Euro würde über eine Million Familien treffen, die durch die Wohnkosten bereits stark belastet sind. Rocks Warnungen verdeutlichen, wie die Abhängigkeit von Sozialleistungen steigen könnte, wenn die Mieten weiter unkontrolliert bleiben. Ohne strengere Mietregulierung, so seine Argumentation, riskiere die Sparpolitik der Regierung, die finanzielle Last für diejenigen zu verschärfen, die sie am wenigsten tragen können.

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