Fachkräftemangel in Hessen: 50.000 Stellen unbesetzt – und es wird schlimmer
Ottilie KreinFachkräftemangel in Hessen: 50.000 Stellen unbesetzt – und es wird schlimmer
Deutschland steht vor einem massiven Fachkräftemangel – allein in Hessen sind rund 50.000 Stellen unbesetzt
Die Krise treibt Wirtschaft und Politik zu dringlichem Handeln. Beim Offenbacher Dialog am 26. Oktober 2023 kamen Expertinnen und Experten zusammen, um Strategien zur Gewinnung und Bindung von Fachkräften zu diskutieren.
IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller warnte, der Fachkräftemangel habe ein kritisches Ausmaß erreicht. Sie betonte die Notwendigkeit einer Willkommenskultur, um ausländische Arbeitskräfte anzuziehen, und hob die berufliche Ausbildung als Schlüssel zur Sicherung qualifizierter Fachkräfte hervor. Laut dem Fachkräftemonitor der IHK wird Hessen bis 2028 einen Mangel von 264.000 Fachkräften verzeichnen.
Bundesweit fehlen Hunderttausende Arbeitskräfte Daten der Bundesagentur für Arbeit zeigen, dass 2024 durchschnittlich 693.676 Stellen unbesetzt blieben – im Februar 2026 waren es noch 638.000. Besonders betroffen sind der Verkauf, das Baugewerbe und Pflegeberufe, auch wenn die genauen Zahlen für die 30 am stärksten betroffenen Berufsgruppen unklar bleiben.
Auf der Veranstaltung skizzierte Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger den Bildungsaktionsplan der Regierung, um regionale Talente zu fördern. Thomas Iser, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Offenbach, sprach über die Herausforderungen bei der Fachkräftezuwanderung. Matthias Derzbach, Ausbildungsleiter bei der Manroland Sheetfed GmbH, unterstrich hingegen die Bedeutung der dualen Ausbildung, um die Qualifikationslücke zu schließen.
Schoder-Steinmüller fasste zusammen, dass die Bewältigung der Krise eine schnelle, digitale und bürokratiearme Umsetzung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes erfordere.
Fachkräftemangel belastet die Wirtschaft Mit einer prognostizierten Lücke von 264.000 qualifizierten Arbeitskräften in Hessen bis 2028 stehen Unternehmen und Politiker unter Druck, Ausbildung, Zuwanderung und Rekrutierungsprozesse zu reformieren. Der Offenbacher Dialog war ein weiterer Schritt, um diese anhaltende Herausforderung anzugehen.






