30 May 2026, 10:31

Fachkräftemangel in MINT-Berufen: Warum internationale Studierende die Lösung sein könnten

International grads three times more likely to find work in Germany

Fachkräftemangel in MINT-Berufen: Warum internationale Studierende die Lösung sein könnten

Deutschland steht vor einem wachsenden Fachkräftemangel – besonders in den MINT-Berufen

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Eine neue Analyse zeigt: Internationale Studierende könnten diese Lücke schließen – vorausgesetzt, sie erhalten während ihres Studiums die richtige Unterstützung. Mehr als die Hälfte von ihnen konzentriert sich bereits auf MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), doch vielen fällt der Übergang in den Arbeitsmarkt nach dem Abschluss schwer.

Über 50 Prozent der internationalen Studierenden in Deutschland belegen MINT-Studiengänge und stellen damit ein wertvolles Potenzial für den Arbeitsmarkt dar. Dennoch stoßen sie trotz ihrer fachlichen Qualifikation oft auf Hürden beim Berufseinstieg. Wer aus finanzieller Not auf nicht fachbezogene Nebenjobs angewiesen ist, hat deutlich geringere Chancen, später in seinem Bereich unterzukommen.

Studierende, die etwa vier Jahre in Deutschland verbringen, bauen in der Regel berufliche Netzwerke auf, verbessern ihre Deutschkenntnisse und sammeln praktische Erfahrungen – alles Faktoren, die ihre Beschäftigungsfähigkeit deutlich erhöhen. Besonders die Sprachkompetenz spielt eine zentrale Rolle bei der Einstellung, selbst in Stellen, die auf Englisch ausgeführt werden. Doch nur etwa 15 Prozent der internationalen Studierenden haben verpflichtende Deutschkurse in ihrem Studienplan verankert.

Praktika, Praxisarbeiten in Kooperation mit Unternehmen und fachnahe Werkstudententätigkeiten steigern die Jobchancen nach dem Studium erheblich. Absolventen deutscher Hochschulen mit internationalem Hintergrund finden dreimal häufiger eine Anstellung als Zuwanderer, die direkt zur Arbeitsaufnahme einreisen. Zudem zeigen Studien, dass Einwanderer, die über ein Hochschulstudium nach Deutschland kommen, 1,6-mal häufiger langfristig bleiben möchten.

Der Bedarf an Fachkräften ist dringend: Aktuell fehlen in Deutschland rund 148.500 MINT-Spezialisten, und Prognosen zufolge werden in den nächsten zehn Jahren weitere 1,85 Millionen Beschäftigte den Arbeitsmarkt verlassen. Interessanterweise entscheiden sich etwa 26 Prozent der internationalen Studierenden, die ursprünglich nur einen temporären Aufenthalt planten, nach dem Berufseinstieg für einen dauerhaften Verbleib in Deutschland.

Internationale Studierende bieten eine große Chance, um den Fachkräftemangel in Deutschland – insbesondere in den MINT-Berufen – zu mildern. Wer relevante Berufserfahrung sammelt, seine Deutschkenntnisse ausbaut und berufliche Kontakte knüpft, hat deutlich bessere Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Ohne gezielte Integrationsförderung jedoch droht ein großer Teil dieser qualifizierten Kräfte trotz ihrer Kompetenzen nicht Fuß zu fassen und damit ihr Potenzial für die Wirtschaft nicht voll entfalten zu können.

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