22 March 2026, 04:32

Fahrradbus in Frankfurt: Wie Kinder sicher und gemeinsam zur Schule radeln

Gruppe von Kindern auf Fahrrädern auf einer Straße mit Verkehrskegeln, einige tragen Helme, andere stehen in der Nähe, mit einer Fahne, Bäumen und Gebäuden im Hintergrund.

Radfahren zur Schule - ein weiterer 'Bici-Bus' für Frankfurt - Fahrradbus in Frankfurt: Wie Kinder sicher und gemeinsam zur Schule radeln

Ein neues Konzept für den Schulweg gewinnt in Frankfurt und darüber hinaus an Beliebtheit: der "Fahrradbus". Bei diesen organisierten Gruppenfahrten radeln Kinder in einem geschützten Konvoi zur Schule – begleitet von Erwachsenen, die außen fahren, während die Kinder sicher in der Mitte mitradeln. Die Idee, inspiriert vom Bici-Bus-Modell aus Barcelona, verbreitet sich nun mit Unterstützung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in ganz Deutschland.

Das Prinzip ist einfach, aber wirkungsvoll: An festen Treffpunkten sammeln sich die Kinder und radeln gemeinsam zur Schule. Dabei lernen sie Verkehrsregeln und gewinnen Sicherheit im Straßenverkehr. Anders als bei der herkömmlichen Empfehlung, erst ab der vierten Klasse mit dem Radfahren zu beginnen, fördern Fahrradbusse auch jüngere Kinder – sogar Vorschulkinder –, um frühzeitig ihre motorischen Fähigkeiten zu entwickeln.

In Frankfurt gibt es bereits drei Routen, eine vierte in Bornheim ist in Planung. Der Nicolaus-BiciBus, seit 2024 aktiv, ist eines von mehreren lokalen Projekten im Rahmen der Kidical Mass-Bewegung, die sich für sicherere, kindgerechte Straßen einsetzt. Ähnliche Fahrten fanden im vergangenen Jahr auch in anderen Teilen Hessens statt, und viele Gruppen bereiten sich darauf vor, im Frühling wieder zu starten.

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Doch die Fahrradbusse bieten mehr als nur Sicherheit: Sie schaffen Gemeinschaft. Eltern, Lehrkräfte und Ehrenamtliche beteiligen sich, und aus dem täglichen Schulweg wird ein gemeinsames Erlebnis. Besonders wertvoll sind die Initiativen in Frankfurt, wo es kaum sichere Übungsflächen für Radfahrer gibt. Hier bieten sie Kindern eine strukturierte Möglichkeit, Erfahrung im Straßenverkehr zu sammeln.

Die Idee passt zu größeren Kampagnen wie "Straßen sind für alle da", bei denen Kinder für mehr Verkehrssicherheit demonstrieren. Durch die Kombination aus praktischer Übung und Engagement sollen Fahrradbusse das Radfahren zu einem selbstverständlichen – und sicheren – Bestandteil der Kindheit machen.

Das Modell breitet sich aus, und Frankfurts Routen dienen anderen Städten als Vorbild. Kinder gewinnen durch die regelmäßigen Gruppenfahrten an Selbstständigkeit, Verkehrskompetenz und sozialen Kontakten. Je mehr Schulen und Gemeinden die Idee übernehmen, desto größer ist die Hoffnung auf sicherere, kindfreundlichere Straßen.

Quelle