Falsche Wahlfälschungs-Vorwürfe in Baden-Württemberg: Wie eine Lüge viral ging
Betty BruderFalsche Wahlfälschungs-Vorwürfe in Baden-Württemberg: Wie eine Lüge viral ging
Falsche Behauptungen über Wahlfälschung bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg verbreiten sich seit Wochen im Internet. Mehrere Persönlichkeiten der Öffentlichkeit, darunter der Journalist Peter Hahne, wurden fälschlicherweise mit angeblichen Vorwürfen von Manipulationen zitiert. Behörden bestätigten wiederholt, dass es keine Belege für Unregelmäßigkeiten gibt.
Die irreführenden Aussagen tauchten zunächst auf dem YouTube-Kanal Nachrichten Aktuell auf. Später verbreitete ein prorussisches Konto namens "Daniel Gugger" die Behauptungen auf X (ehemals Twitter). In den Posts wurde fälschlich behauptet, Peter Hahne, der Ökonom Markus Krall und der AfD-Politiker Tino Chrupalla hätten die Wahl als manipuliert bezeichnet.
Am Wahltag selbst nahm Hahne an einer Livesendung von Tichys Einblick teil, erwähnte jedoch weder Wahlbetrug noch Unstimmigkeiten. Auch die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtete am 12. März, dass keine Fälle von Wahlfälschung festgestellt wurden.
Bis zum 25. März bestätigte der Landeswahlleiter, dass es keine ernsthaften Verdachtsmomente bei der Briefwahl gebe. Zwei Tage später veröffentlichte die Wahlbehörde das endgültige Ergebnis. Nach deutschem Recht kann zwar jeder wahlberechtigte Bürger die Gültigkeit der Wahl anfechten – allerdings nur, wenn konkrete Beweise für Verstöße vorliegen.
Trotz offizieller Dementis und überprüfter Berichte fanden die falschen Vorwürfe Verbreitung. Die Behörden haben den Fall abgeschlossen, da keine Hinweise auf Betrug gefunden wurden. Die Wahlergebnisse bleiben unverändert, und es wurden bisher keine förmlichen Einsprüche eingereicht.






