FIFA-WM-Tickets: Politiker fordern bezahlbare Preise für Fans statt Luxusangebote
Ottilie KreinFIFA-WM-Tickets: Politiker fordern bezahlbare Preise für Fans statt Luxusangebote
Deutsche Politiker haben die Ticketpreise der FIFA für die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft scharf kritisiert. Aydan Özoğuz, Vorsitzende des Sportausschusses des Bundestags, bezeichnete die Kosten als "absurd und ausgrenzend". Der unionsfraktionssprecher Stephan Mayer (CDU/CSU) nannte die Preise "überzogen und nicht zu rechtfertigen".
Die Debatte entbrannte, nachdem auf der offiziellen FIFA-Weiterverkaufsplattform vier Tickets für das Finale zum Preis von jeweils fast zwei Millionen Euro angeboten wurden. Özoğuz argumentierte, dass solche Preise Superreiche begünstigten und normale Fans ausschlössen.
Mayer teilte diese Bedenken und warnte, die WM drohe zu einem Elite-Event für wohlhabende Zuschauer zu werden. Er forderte den Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf, sich für die Interessen der Fans einzusetzen. Özoğuz ging noch einen Schritt weiter: Sie verlangte von der FIFA drastische Preissenkungen und rief den DFB dazu auf, sich im FIFA-Rat für Reformen starkzumachen.
Beide Politiker betonten, dass bezahlbare Tickets mittlerweile kaum noch verfügbar seien. Özoğuz sprach von einer "Barriere für leidenschaftliche Fans", die sich den Besuch nicht mehr leisten könnten.
Die Kritik zeigt die wachsende Verärgerung über das Preismodell der FIFA. Da die Tickets für die wichtigsten Spiele für die meisten unerschwinglich sind, wächst der Druck auf den DFB, einzugreifen. Im Mittelpunkt der Diskussion steht nun die Frage, ob die Weltmeisterschaft für ihre eigentliche Fangemeinde noch zugänglich bleibt.






