Förderskandal um Antisemitismus-Projekte erschüttert Berliner Politik und kostet Senatorin den Job
Leonhard PreißFörderskandal um Antisemitismus-Projekte erschüttert Berliner Politik und kostet Senatorin den Job
Berliner Politik von Förderskandal um Antisemitismus-Prävention erschüttert
Die politische Szene Berlins wird von einem Fördergeldskandal um Projekte zur Bekämpfung von Antisemitismus erschüttert. Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson trat zurück, nachdem ein Bericht ergab, dass Millionen Euro rechtswidrig vergeben worden waren. Die Affäre hat scharfe Auseinandersetzungen zwischen Opposition und Regierungscoalition ausgelöst, wobei CDU-Generalsekretärin Ottilie Klein Bürgermeister Kai Wegner in Schutz nahm.
Auslöser der Kontroverse war ein Urteil des Berliner Rechnungshofs, wonach Gelder für Antisemitismus-Initiativen fehlerhaft zugewiesen worden seien. Daraufhin erklärte Wedl-Wilson ihren Rücktritt – ein Schritt, den Klein als "mutig" lobte und die scheidende Senatorin als "herausragende Kraft" würdigte.
Oppositionsvertreter, darunter SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach, griffen Bürgermeister Wegner wegen des Skandals scharf an. Klein wies diese Angriffe als "Wahlkampfgekrächze" und ein "durchsichtiges Manöver" zurück. Zugleich wies sie Vorwürfe zurück, die Koalition sei zersplittert, und verwies darauf, dass Krach seit seinem Wechsel 2021 von der Berliner Landesregierung in eine Position in Hannover keine politische Rolle mehr im Land innehat.
Mit Nachdruck verteidigte Klein Wegner und bezeichnete die gegen ihn erhobenen Vorwürfe als "haltlos". Stattdessen forderte sie, die Debatte auf die eigentliche Aufgabe zu lenken: die Bekämpfung von Antisemitismus und die sichere Mittelvergabe an die richtigen Programme.
Der Skandal hat bereits einen prominenten Rücktritt und heftige politische Schlagabtausche zur Folge. Mit Wedl-Wilsons Abgang rückt nun die Korrektur der Förderverfahren und die Auseinandersetzung mit Antisemitismus in der Stadt in den Fokus. Kleins Aussagen deuten darauf hin, dass die Koalition die Streitigkeiten hinter sich lassen und sich wieder der Sachpolitik zuwenden will.






