Frankfurt und Offenbach drängen auf Cannabis-Legalisierung als Modellregion
Leonhard PreißFrankfurt und Offenbach drängen auf Cannabis-Legalisierung als Modellregion
Frankfurt und Offenbach entwickeln Pläne zur Legalisierung von Cannabis als Reaktion auf die Vorschläge von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Trotz ungelöster rechtlicher Fragen und fehlender bundesweiter Regelungen wollen die beiden Städte die Initiative vorantreiben.
Beide Kommunen bauen dabei auf ihren bestehenden Programmen zum Jugendschutz und zur Prävention auf. Ziel ist es, ein Modellprojekt für den regulierten Cannabiskonsum in der Region zu starten. Das Frankfurter Drogenreferat hat bereits erste Schritte unternommen, um die Bevölkerung einzubinden: Eine Umfrage zum Thema läuft, und vier „Frankfurter Cannabis-Dialoge“ sollen über die Pläne informieren und Rückmeldungen sammeln.
Offenbach engagiert sich seit 2021 für das Vorhaben, als der Stadtrat einen entsprechenden Beschluss fasste. Unterstützt wird die Initiative von Frankfurts Stadtrat Stefan Majer und Offenbachs Oberbürgermeisterin Sabine Groß. Nun planen beide Städte einen gemeinsamen Antrag an das Bundesgesundheitsministerium, um als Modellregion anerkannt zu werden.
Das Projekt soll auf den Erfahrungen der Städte in der Präventionsarbeit aufbauen. Bei einer Genehmigung könnte es als Testfall für eine bundesweite Cannabisregulierung dienen. Der weitere Verlauf hängt jedoch von Entscheidungen auf Bundesebene und der Klärung offener Rechtsfragen ab.






