Frankfurt zeigt im "Sommer der Wohnprojekte" Lösungen gegen die Wohnungsnot
Ottilie KreinFrankfurt zeigt im "Sommer der Wohnprojekte" Lösungen gegen die Wohnungsnot
Frankfurt geht Housing-Krise mit innovativen Wohnprojekten an
Von Mai bis September 2025 öffnet die Stadt ihre Türen für den "Sommer der Wohnprojekte" und präsentiert Lösungsansätze für die Wohnungsnot. Besucher können sich dann gemeinschaftliche, bezahlbare und nachhaltige Wohnkonzepte anschauen, die Familien, Geringverdienern und älteren Bürgern den Zugang zu Wohnraum erleichtern sollen.
Im Rahmen der Veranstaltung "Open House Summer 2025" stehen mehrere Leuchtturmprojekte im Fokus. Dazu gehört "BeTrift" im Frankfurter Südwesten, das 2022 fertiggestellt wurde. Das Projekt bietet 51 teilweise geförderte Wohneinheiten für generationenübergreifendes und inklusives Zusammenleben.
Ein weiteres Vorzeigeprojekt ist "Kollektiv Leben", wo 42 Bewohner von einem solidarischen Mietmodell profitieren. Das 2023 eröffnete "Gemeinsam Suffizient Leben" beherbergt unter einem Dach 15 Erwachsene und 11 Kinder – mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Gemeinschaft.
Auch das "Wohnprojekt Horizonte", 2013 initiiert und seit 2018 bewohnt, wird zu besichtigen sein. Größere Dimensionen hat das Quartier Hilgenfeld im Norden Frankfurts, das derzeit entsteht. Bis 2027 sollen hier bis zu 2.500 Menschen leben, darunter das Projekt "GoN-ARTgenossen" – eine Kooperation zwischen einem lokalen Verein und den Berliner Architekten Praeger Richter.
Die Projekte setzen auf vielfältige, inklusive und ökologische Nachbarschaften. Ihre Ausweitung hängt jedoch von verfügbaren Flächen, Finanzierung und politischer Unterstützung ab.
Der "Sommer der Wohnprojekte" gibt der Öffentlichkeit Einblick in Frankfurts Bemühungen, das städtische Wohnen neu zu denken. Mit bezahlbaren, gemeinschaftlichen und umweltfreundlichen Modellen testet die Stadt Wege aus der Wohnungsnot. Gelingt das Experiment, könnte es Vorbild für ganz Hessen und darüber hinaus werden.






