Frankfurter Flughafen baut Frachtkapazitäten massiv bis 2040 aus
Flughafen Frankfurt plant großen Ausbau seiner Frachtkapazitäten
Der Flughafen Frankfurt will seine Frachtaktivitäten mit einem umfassenden Entwicklungsplan deutlich ausbauen. Das Vorhaben zielt darauf ab, die Position als größter europäischer Frachtknotenpunkt zu festigen und die Kapazität bis 2040 auf über drei Millionen Tonnen pro Jahr zu steigern. Zu den zentralen Maßnahmen gehören modernisierte Infrastruktur, digitale Aufrüstungen und neue Verkehrsanbindungen.
Der CargoHub-Masterplan konzentriert sich auf zwei Hauptbereiche: die CargoCity Süd und das LogisticsHub West. In der CargoCity Süd sollen bestehende Flächen umgestaltet und erweitert werden, um zusätzliche Luftfracht- und Abfertigungszonen zu schaffen. Damit soll die wachsende Nachfrage bedient und gleichzeitig die Effizienz gesteigert werden.
Auch die Digitalisierung wird vorangetrieben: Die Fraport AG hat das Joint Venture Allivate – eine Kooperation mit Dakosy – damit beauftragt, das Cargo Community System zu modernisieren. Ziel ist es, logistische Abläufe durch bessere Technologie zu beschleunigen und Verzögerungen zu reduzieren.
Parallel investiert Lufthansa Cargo rund 500 Millionen Euro in den Standort Frankfurt. Die Mittel fließen in die Modernisierung der Infrastruktur sowie in die Anschaffung neuer Frachtflugzeuge. Die Airline begrüßt die Pläne als "pragmatische Antwort auf die aktuellen Herausforderungen der Branche".
Langfristig soll das LogisticsHub West bis etwa 2030 zu einem trimodalen Verkehrsdreieck ausgebaut werden. Auf dem Gelände der ehemaligen Ticona-Anlage entstehen bis 2028 bis zu 150.000 Quadratmeter Lagerfläche. Nach Fertigstellung wird der Standort Straßen-, Schienen- und Luftverkehr an einem Knotenpunkt vernetzen.
Der Ausbau knüpft an die bestehende Rolle Frankfurts als führender europäischer Frachtflughafen an, der derzeit jährlich 1,93 Millionen Tonnen umschlägt. Mit neuen Lagerhallen, digitalen Systemen und Verkehrsverbindungen will der Flughafen seine Kapazitäten erhöhen und die Spitzenposition halten. Das Projekt steht im Einklang mit der langfristigen Strategie der Fraport AG, Frankfurt auch künftig an der Spitze des europäischen Luftfrachtmarkts zu positionieren.






