22 March 2026, 20:46

Frankfurter Hauptbahnhof testet Doppelbelegung von Gleisen gegen chronische Verspätungen

Ein detaillierter Stadtplan mit einer hervorgehobenen Bahnroute von München nach Frankfurt, einschließlich Haltestellen, Umgebung und zusätzlicher Bahninformationen.

Frankfurter Hauptbahnhof testet Doppelbelegung von Gleisen gegen chronische Verspätungen

Frankfurter Hauptbahnhof, Deutschlands zweitgrößter Verkehrs-Knotenpunkt, führt ein neues System ein, um die seit langem bestehenden Verspätungen zu verringern. Der Bahnhof, der täglich fast eine halbe Million Fahrgäste abfertigt, gilt als einer der größten Engpässe im deutschen Schienennetz. Eine kurzfristige Lösung ermöglicht es nun, dass zwei Züge gleichzeitig einen Bahnsteig nutzen – ein Schritt, der die Überlastung sofort lindern soll.

Die Änderungen betreffen die Gleise 10, 11, 14, 15, 16 und 17. Zusätzliche Signale wurden installiert, um diese Bahnsteige in zwei Abschnitte zu unterteilen. Dadurch können längere Züge in kürzere Verbindungen aufgeteilt werden, die unterschiedliche Ziele ansteuern.

Der Betreiber des Bahnhofs hat zudem 22 kurzfristige Maßnahmen vorgestellt, um die stark frequentierten Bereiche zu stabilisieren. Eine der Empfehlungen, die sogenannten Joker-Gleise, soll mehr Flexibilität bei der Zugplanung bieten. Unklar bleibt jedoch, wie viele zusätzliche Züge pro Stunde dadurch abgefertigt werden können.

Für die langfristige Entlastung ist ein neues Gleis 25 geplant, dessen Bau voraussichtlich im Januar 2026 beginnen soll. Die Genehmigung für das Projekt wird noch in diesem Herbst erwartet, die Inbetriebnahme ist allerdings erst ab 2027 vorgesehen. Noch weiter in der Zukunft liegen ein Fernbahntunnel und ein unterirdischer Bahnhof, deren Bau in den frühen 2030er-Jahren starten soll.

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Die sofort umgesetzten Änderungen am Frankfurter Hauptbahnhof zielen darauf ab, Verspätungen durch eine effizientere Bahnsteignutzung zu reduzieren. Während Gleis 25 und die künftigen Projekte zusätzliche Kapazitäten versprechen, bieten die aktuellen Anpassungen eine schnelle Lösung für den stark ausgelasteten Knotenpunkt. Der Bahnhof bleibt mit fast 500.000 Fahrgästen täglich ein zentraler Drehund Angelpunkt im deutschen Schienennetz.

Quelle