Frankfurts Paradieshof bekommt zweiten Frühling – mit Kultur und Leben
Betty BruderFrankfurts Paradieshof bekommt zweiten Frühling – mit Kultur und Leben
Frankfurt unternimmt neuen Anlauf, um dem Paradieshof Leben einzuhauchen
Seit 2008 steht das Gebäude in Frankfurt leer – nun will die Stadt dem Paradieshof mit einem neuen Konzeptvergabeverfahren zu einer nachhaltigen Nutzung verhelfen und zugleich das umliegende Viertel Alt-Sachsenhausen beleben. Diesmal setzen die Verantwortlichen auf ein gemischtes Nutzungskonzept, das sich harmonisch in das Quartier einfügt und gleichzeitig den öffentlichen Raum rund um den Paradiesplatz aufwertet.
Hinter dem Vorhaben steht auch finanzielle Unterstützung: Bis zu 4,5 Millionen Euro an Fördergeldern sind möglich – verbunden mit Mietpreisbremse. Aus der Politik kommt zudem die Forderung, bei der Neugestaltung einen stärkeren kulturellen Schwerpunkt zu setzen.
Das Gebäude in der Paradiesgasse 23 blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. In den 1960er-Jahren als Wohnhaus errichtet, diente es ab den 1980ern einer Versicherung als Bürostandort. Nach 2012 wurden Teile des Komplexes zu Ladengeschäften im Erdgeschoss und Wohnungen in den Obergeschossen umgebaut. Doch seit 2008 steht das gesamte Areal leer.
Der aktuelle Ansatz der Stadt setzt auf eine gemischte Nutzung. Im Gespräch sind Wohnungen ebensowie Flächen für Gastronomie, Kultur oder lokale Dienstleistungen. Das Vergabeverfahren bleibt ergebnisoffen – gefragt ist ein ganzheitliches Konzept, das den Charakter des Viertels aufgreift und stärkt.
Bevor die offizielle Ausschreibung startet, wird ein öffentlicher Aufruf Interessierte zur Einreichung von Ideen einladen. Die Bewerbungsunterlagen werden auf der Website der Stadt sowie über das Amt für Bau und Immobilien verfügbar sein. Das konzeptionelle Verfahren beginnt am 20. Mai.
Mit dem Vorstoß will Frankfurt die langjährige Leerstandsproblematik endlich lösen. Die Hoffnung der Verantwortlichen: Das neue Verfahren bringt Vorschläge hervor, die sich nahtlos in das Viertel einfügen und das öffentliche Leben am Paradiesplatz bereichern.
Ziel des Vergabeverfahrens ist es, aus dem seit Jahren brachen Gebäude einen funktionalen Bestandteil von Alt-Sachsenhausen zu machen. Mit bis zu 4,5 Millionen Euro an Fördermitteln – gekoppelt an Mietpreisbindungen – wirbt die Stadt für eine ausgewogene Mischung aus Wohnen, Gewerbe und Kultur. Entscheidend wird sein, welche Ideen nach dem Start des offenen Aufrufs am 20. Mai eingereicht werden.