26 March 2026, 10:31

Französische Austauschschüler entdecken Hanaus Kultur und Geschichte

Zwei junge Mädchen in traditionellen bayerischen Trachten und Hüten stehen Seite an Seite vor einer Wand in einem Schwarz-Weiß-Foto.

Französische Austauschschüler entdecken Hanaus Kultur und Geschichte

Elf Schülerinnen und Schüler aus Francheville, der französischen Partnerstadt Hanaus, sind für einen einwöchigen Austausch an der Karl-Rehbein-Schule eingetroffen. Der Besuch ist Teil eines langjährigen Programms, das die Verbindungen zwischen den beiden Gemeinden weiter stärkt. Begleitet von Lehrkräften aus beiden Städten nehmen die Jugendlichen am Unterricht, an Sportaktivitäten und kulturellen Veranstaltungen teil.

Der Austausch ist Teil einer seit 1972 bestehenden Partnerschaft, im Rahmen derer seit 2012 jährlich Schulbesuche organisiert werden. Auf dem Programm stehen in diesem Jahr gemeinsame Unterrichtsstunden, ein Ausflug in den Frankfurter Zoo sowie ein Besuch der Burg Freudenberg. Ein Gegenbesuch in Francheville ist bereits für Mai geplant.

Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri begrüßte die Gruppe am ersten Tag im Neustädter Rathaus. Er erläuterte die Arbeitsweise der Hanauer Stadtverwaltung, darunter die Rollen des Oberbürgermeisters, des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung. Letztere ist eines der zentralen Gremien der Stadt, in dem über Haushalte und große Projekte entschieden wird.

Die Schülerinnen und Schüler erfuhren zudem mehr über die Geschichte Hanaus – von den Anfängen als Sumpfgebiet im Jahr 1143 bis zur Gründung der "Neustadt" durch wallonische Flüchtlinge. Diese Siedler, die vor religiöser Verfolgung flohen, trugen maßgeblich dazu bei, Hanau zu einem wirtschaftlichen Zentrum zu entwickeln. Heute ist die Stadt eine wichtige Kraft in Hessen, bekannt für Innovationen in der Luft- und Raumfahrt.

Ein weiterer Schwerpunkt des Austauschs liegt auf kultureller Bildung. Das Programm hebt die Verbindung Hanaus zu den Brüdern Grimm hervor, deren Erbe die Stadt unter anderem mit dem jährlichen Brüder-Grimm-Festival bewahrt. Die Jugendlichen setzten sich außerdem mit dem Wirken Elisabeth Selberts auseinander, einer Hanauerin und einer der vier "Mütter des Grundgesetzes", die die Gleichberechtigung von Mann und Frau in der deutschen Verfassung verankerte.

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Auf dem Plan stehen in dieser Woche Badminton-Turniere, eine Stadtrallye und der Besuch einer Banksy-Ausstellung. Ziel des Austauschs ist es, das Verständnis für politische Bildung, Migration und lokale Kultur zu vertiefen. Lehrkräfte aus Hanau und Francheville begleiten die Gruppe während ihres gesamten Aufenthalts.

Der diesjährige Besuch folgt einem früheren Austausch im März, als elf Schülerinnen und Schüler des Collège Christiane Bernardin aus Francheville Zeit an der Karl-Rehbein-Schule verbrachten. Die fortlaufende Partnerschaft fördert weiterhin das interkulturelle Lernen zwischen beiden Städten.

Das Austauschprogramm endet mit einer Rückreise nach Francheville im Mai. Dann werden Schülerinnen und Schüler aus beiden Städten gemeinsam am Unterricht, an Sport- und Kulturaktivitäten teilnehmen. Die Initiative bleibt ein zentraler Baustein von Hanaus Engagement für Bildung, Geschichte und internationale Freundschaft.

Quelle