02 May 2026, 02:29

Frei verteidigt Koalitionskurs: Reformen trotz AfD-Druck und Schuldenstreit

Karte von Deutschland, die die provinziellen Grenzen von 2002 in rot, 2018 in gelb und überlappende Bereiche in orange auf einem weißen Hintergrund mit Text hervorhebt.

Frei verteidigt Koalitionskurs: Reformen trotz AfD-Druck und Schuldenstreit

Thorsten Frei, Kanzleramtsminister unter Bundeskanzler Olaf Scholz, hat das Vertrauen in die schwarz-rote Koalitionsregierung bekräftigt. In jüngsten Stellungnahmen ging er auf drängende Wirtschafts- und Sozialreformen ein und wies Kritik der rechtspopulistischen AfD an der Neuverschuldung zurück.

Frei warnte zudem vor den Risiken steigender Schulden und betonte die Notwendigkeit rascher Maßnahmen in den Bereichen Gesundheitswesen, Renten und Steuern, um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu stärken. Zur Zukunft der Koalition räumte er ein, dass tiefgreifende Reformen herausfordernd, aber unverzichtbar seien. Als zentrale Vorhaben nannte er geplante Senkungen der Unternehmenssteuern, Änderungen beim Modell der „aktiven Rente“ sowie die Abschaffung des Bürgergelds als Grundsicherung. Trotz der Schwierigkeiten bestehe er darauf, dass Lösungen über bloße Kompromisse hinausgehen müssten, um Deutschlands wirtschaftliche Position nachhaltig zu verbessern.

Bei der Steuerreform versprach Frei „echte Entlastungen“ für Gering- und Mittelverdiener. Ziel sei es, durch Anpassungen bei der Einkommensteuer die Belastung für möglichst viele Steuerzahler zu verringern. Gleichzeitig verteidigte er die staatliche Neuverschuldung mit dem Argument, dass Investitionen in die Verteidigung – die den Großteil der zusätzlichen Kredite ausmachten – für die nationale Sicherheit unverzichtbar seien.

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Eine erneute Aussetzung der Schuldenbremse schloss Frei selbst angesichts der Iran-Krise aus. Weitere Schulden würden die Handlungsspielräume der Zukunft einschränken und seien unverantwortlich, warnte er. Seine Äußerungen fielen in eine Phase, in der aktuelle Umfragen der AfD einen Vorsprung vor den Regierungsparteien bescheinigen – ein Trend, den er als „alarmierend“ bezeichnete. Die Koalition müsse sich nun auf den Erhalt von Arbeitsplätzen und die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit konzentrieren.

Auch die Reform des Gesundheitswesens bleibt ein zentrales Anliegen. Frei pochte auf die Stabilisierung der Beitragssätze und eine Ausgabenpolitik, die sich an den Einnahmen orientiert. Er forderte alle Beteiligten zu mehr Verantwortung auf und drängte auf zügige Fortschritte bei den Reformen der Pflegeversicherung und der Renten in den kommenden Wochen.

Zu den Regierungsplänen gehören Steuersenkungen, Rentenanpassungen und eine strengere Haushaltsdisziplin. Freis Aussagen deuten auf einen Kurs hin, der auf konkrete Maßnahmen statt auf kurzfristige Lösungen setzt. Angesichts wachsender Umfragewerte für die AfD steht die Koalition unter Druck, schnell sichtbare Ergebnisse zu liefern.

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