02 May 2026, 10:34

Führungskräfte der Krankenkassen kassieren Rekordgehälter trotz Sparzwang und Beitragserhöhungen

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Führungskräfte der Krankenkassen kassieren Rekordgehälter trotz Sparzwang und Beitragserhöhungen

Die Gehälter von Führungskräften bei den gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland sind im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Mehrere Vorstandsvorsitzende und leitende Manager erhielten erhebliche Gehaltserhöhungen und Boni. Dies geschieht zu einer Zeit, in der der Sektor mit anhaltendem finanziellen Druck und Forderungen nach Sparmaßnahmen konfrontiert ist.

Bei der BKK Firmus verdiente der neue Vorstandsvorsitzende Dirk Harrer 31.424 Euro mehr als sein Vorgänger im Vorjahr. Peter Kaetsch, Chef der BIG direkt gesund, erhielt ein um 28.750 Euro höheres Gehalt, während sein Stellvertreter Markus Bäumler 24.050 Euro zusätzlich bekam.

Michael Lempe, Vorstandsvorsitzender der Handelskrankenkasse (HKK), erhielt eine Gehaltserhöhung von 21.419 Euro, sodass sich sein Gesamteinkommen auf 287.104 Euro belief. Gordana Maršić, Chefin der AOK Baden-Württemberg, sah ihr Gehalt von 185.000 auf 206.000 Euro steigen und erhielt zusätzlich einen Bonus von 6.938 Euro.

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Die AOK Niedersachsen zahlte ihren drei Top-Managern Boni zwischen 38.381 und 62.576 Euro. Dr. Carola Reimann, die den AOK-Bundesverband leitet, bezog ein Gehalt von 319.400 Euro sowie 121.241 Euro für ihre Altersvorsorge. Auch der Vorstandsvorsitzende der Siemens-BKK erhielt einen Bonus von 47.880 Euro.

Bei der Bahn-BKK stieg das Gehalt von Christine Enenkel 2024 von 178.750 auf 195.000 Euro, ergänzt durch einen Bonus von 44.688 Euro. Die AOK Hessen verteilte insgesamt 159.767 Euro an Boni an ihre drei Führungskräfte.

Die Gehaltserhöhungen und Boni fallen in eine Phase, in der die gesetzlichen Krankenkassen unter finanzieller Belastung stehen. Viele von ihnen fordern Kürzungen bei den Gesundheitsleistungen, während sie gleichzeitig zusätzliche Beiträge von ihren Mitgliedern erheben. Die Zahlen verdeutlichen die wachsende Kluft zwischen den Vergütungen der Führungsebene und den allgemeinen Kostendruck im Sektor.

Quelle