Fürther Fußballtalente bauen Faschinen für mehr Artenschutz im Spitalwald
Leonhard PreißFürther Fußballtalente bauen Faschinen für mehr Artenschutz im Spitalwald
Junge Fußballer der SpVgg Greuther Fürth haben kürzlich ihre Stollenschuhe gegen Naturschutzwerkzeuge getauscht. Die Spieler beteiligten sich an einem Projekt zur Renaturierung eines degradierten Entwässerungsgrabens im Langenzennner Spitalwald. Ihre Arbeit unterstützt die umfassenderen Bemühungen der Stadt, lokale Gewässer und Tierwelt zu schützen.
Das Jugendteam brachte Holzpfähle und Faschinen – Bündel aus Ästen – im Graben an. Diese Konstruktionen verlangsamen den Wasserfluss, sodass sich Sedimente ablagern und das Bachbett allmählich ansteigt. Langfristig wird das Gebiet so mehr Wasser speichern können, was die Auswirkungen starker Regenfälle mindert.
Die neu platzierten Faschinen schaffen zudem „Trittstein“-Lebensräume für Amphibien. Durch die verbesserte Wasserspeicherung und die Vernetzung von Lebensräumen wird das Ökosystem des Waldes gestärkt. Das Projekt ist Teil des „Aquatischen Biotopverbunds Langenzenn“, der vom Bayerischen Naturschutzfonds gefördert wird.
Die Initiative entsteht in Kooperation zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem Landesbund für Vogelschutz (LBV). Ziel der Partnerschaft ist es, jungen Sportlern zu zeigen, wie ihr Engagement direkt der Umwelt zugutekommen kann.
Der renaturierte Graben wird nicht nur Hochwasserrisiken verringern, sondern auch die heimische Tierwelt fördern. Das Projekt beweist, wie Sportvereine und Naturschutzorganisationen gemeinsam Umweltschutz vorantreiben können. In zukünftigen Phasen könnten diese Maßnahmen auf weitere Bereiche des Spitalwalds ausgeweitet werden.






