25 March 2026, 22:37

Gänseliesel wird 125: Göttingen feiert sein berühmtestes Denkmal mit Kuss-Freigabe und Ausstellung

Plakat zum 75-jährigen Jubiläum der Nationalen Ausstellung Universelle de Liège, das eine Frau mit Blumenstraßus zeigt und Text zur Beschreibung des Ereignisses.

Gänseliesel wird 125: Göttingen feiert sein berühmtestes Denkmal mit Kuss-Freigabe und Ausstellung

Göttingens ikonischer Gänseliesel-Brunnen feiert 2026 sein 125-jähriges Jubiläum mit einer großen Ausstellung

Das Städtische Museum Göttingen zeigt vom 9. April bis 18. Oktober 2026 die Sonderausstellung "Liebt eigentlich jeder Liesel?" – erstmals mit der Originalfigur von 1901 und ihrer weniger bekannten "Leipziger Schwester" Seite an Seite.

Seit seiner Enthüllung im Jahr 1901 steht der Brunnen im Zentrum Göttingens Traditionen. Die schlichte, aber ausdrucksstarke Gänsemagd des Bildhauers Paul Nisse setzte sich 1897 in einem Wettbewerb mit 46 Entwürfen von rund 40 Künstlern durch – darunter auch Ernst Barlach. Berühmt wurde die Bronzestatue vor allem durch den "Doktorkuss": Frischgebackene Promovierte küssen die Figur, was ihr den Titel "meistgeküsstes Denkmal der Welt" einbrachte.

Obwohl das Küssen 1926 offiziell verboten wurde, hebt der Stadtrat die Regel während der Jubiläumsfeierlichkeiten für drei Tage auf. Die Ausstellung eröffnet am 9. April 2026 um 18:30 Uhr in der Galerie Alte Feuerwache, bevor sie ins Städtische Museum zieht. Ein zweisprachiger Katalog (Deutsch/Englisch) führt Besucher durch die Geschichte des Brunnens – von seinen künstlerischen Anfängen bis zu seinen Verbindungen zu Universitätsgrößen wie dem Geiger Joseph Joachim.

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Gefördert wird das Projekt von der Niedersachsen Stiftung und der VGH Stiftung. Die Schau beleuchtet, wie eine einzige Statue zum Symbol für akademisches Leben, lokalen Stolz und spielerischen Widerstand wurde.

Die Ausstellung 2026 vereint seltene Güsse und Archivmaterial, um Gänseliesels kulturelle Bedeutung nachzuzeichnen. Neben der temporären Aufhebung des Kussverbots bietet die Veranstaltung die Gelegenheit zu verstehen, warum dieser kleine Brunnen bis heute Göttingens beliebtestes Wahrzeichen bleibt. Zudem wird seine Rolle in historischen Stadtführungen und die anhaltende Verbindung zu den Universitätsbräuchen thematisiert.

Quelle