Gifhorner Mühlenmuseum droht der Verfall – 280.000 Euro sollen es retten
Klaus TrommlerGifhorner Mühlenmuseum droht der Verfall – 280.000 Euro sollen es retten
Mühlenmuseum in Gifhorn steht vor schweren Bauschäden nach Jahren des Verfalls und finanzieller Not
Nach Jahren der Vernachlässigung und finanzieller Probleme leidet das Gifhorner Mühlenmuseum unter gravierenden baulichen Mängeln. Die Stadtverwaltung hat nun vorgeschlagen, 280.000 Euro umzuwidmen, um dringende Sanierungsarbeiten zu finanzieren – der private Betreiber kann aufgrund eines laufenden Insolvenzverfahrens keinen Beitrag leisten.
Das Museumsgebäude weist erhebliche Schäden auf: Tragbalken sind vom Holzwurmbefall betroffen, Dachziegel bröckeln. Behörden warnen, dass sich die Sanierungskosten ohne sofortiges Handeln drastisch erhöhen werden, da der Verfall weiter voranschreitet.
Die Betreibergesellschaft des Museums hat kürzlich Insolvenz angemeldet und sieht sich zudem mit Strafvorwürfen konfrontiert. Damit liegt die Verantwortung für die Kosten bei der Stadt, da der private Träger keine Mittel aufbringen kann. Die Verwaltung betont, dass der Erhalt des Gebäudes im öffentlichen Interesse liege und eine bürgerliche Pflicht sei.
Über die Freigabe der 280.000 Euro wird in der nächsten Sitzung des Stadtrats abgestimmt. Bei Zustimmung sollen die Mittel in die dringendsten strukturellen Probleme fließen, um weiteren Verfall zu stoppen.
Ziel der geplanten Förderung ist es, die Bausubstanz des Museums zu stabilisieren, bevor die Schäden irreparabel werden. Ohne Eingriff wird sich der Zustand des Gebäudes weiter verschlechtern – mit deutlich höheren Folgekosten. Die Entscheidung des Stadtrats wird darüber entscheiden, ob die Arbeiten zeitnah beginnen können.






