Goslar testet Tempo-30-Zone in Ohlhof – mehr Sicherheit für Anwohner
Leonhard PreißGoslar testet Tempo-30-Zone in Ohlhof – mehr Sicherheit für Anwohner
Goslar führt Testphase für Tempo-30-Zone im Stadtteil Ohlhof ein
Ab dem 9. April gilt im Goslarer Stadtteil Ohlhof eine probeweise Tempo-30-Zone, die die Straßen Ohlhofbreite und Kurt-Schumacher-Allee umfasst. Mit der Maßnahme wollen die Verantwortlichen die Verkehrssicherheit erhöhen und die Lebensqualität der Anwohner verbessern.
Das auf sechs Monate angelegte Pilotprojekt zielt darauf ab, die durchschnittliche Geschwindigkeit der Fahrzeuge auf 36 km/h zu senken – ein Limit, das voraussichtlich nur 15 % der Autofahrer überschreiten sollten. Während der Testphase kommen weder Blitzer noch andere Kontrollmaßnahmen zum Einsatz. Stattdessen wird die Stadt regelmäßig Verkehrserhebungen durchführen, um die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung zu überwachen und die Auswirkungen der Zone zu bewerten.
Den Anstoß für die Initiative gab eine Petition, die 238 Ohlhofer Bewohner unterzeichnet hatten und in der sie Verkehrsberuhigungsmaßnahmen forderten. Sowohl der lokale Nachbarschaftsverein als auch der Stadtrat von Goslar unterstützen das Vorhaben. Innerhalb der Zone gilt künftig die Vorfahrtsregel "rechts vor links".
Falls die Testphase das angestrebte Ziel der Geschwindigkeitsreduzierung erreicht, könnte die Tempo-30-Beschränkung dauerhaft eingeführt werden. Öffentlich zugängliche Unfallstatistiken für das Gebiet liegen zwar nicht vor, doch Polizeiakten könnten weitere Erkenntnisse über frühere Vorfälle liefern.
Die Erprobungsphase läuft bis Oktober, wobei während des gesamten Zeitraums Daten gesammelt werden. Die Entscheidung über eine Beibehaltung der niedrigeren Geschwindigkeitsbegrenzung hängt von den Ergebnissen der Erhebungen ab. Wann die abschließende Auswertung stattfindet, hat die Stadt bisher noch nicht bekannt gegeben.






