17 March 2026, 00:34

Groß-Gerau deckt massive Verstöße in 65 Betrieben auf – von illegalem Glücksspiel bis zu Sicherheitslücken

Ein Plakat mit einem Wasserpfeifen, Marihuanablättern und einer Zigarette, mit Text, der vor der Verbindung zwischen E-Zigarettengebrauch und anderen Tabakprodukten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen warnt.

Groß-Gerau deckt massive Verstöße in 65 Betrieben auf – von illegalem Glücksspiel bis zu Sicherheitslücken

Bei Kontrollen in mehreren Behördenzusammenarbeit hat der Kreis Groß-Gerau weitverbreitete Verstöße aufgedeckt. Über 65 Betriebe wurden überprüft, wobei Vergehen gegen Glücksspielgesetze, Sicherheitsvorschriften und Arbeitsrecht festgestellt wurden. Für die verschiedenen Vergehen wurden Bußgelder in Höhe von mehr als 30.000 Euro verhängt.

Die Inspektionen in Groß-Gerau und umliegenden Gemeinden brachten zahlreiche Mängel ans Licht. In Gernsheim betrieb ein Unternehmen ohne Personal, verfügte über keine Sicherheitsvorkehrungen und hatte unkontrollierte Spielautomaten aufgestellt. Zwei weitere Einrichtungen im Kreis wiesen nicht genehmigte bauliche Durchgänge und illegale Spieleinrichtungen auf.

In Ginsheim-Gustavsburg wurde in einer Unterkunft illegale Prostitution sowie der Aufenthalt nicht gemeldeter Personen festgestellt. Drei Standorte mussten aufgrund schwerwiegender baulicher Mängel, Verstöße gegen Bargeldvorschriften und Aufsichtspflichtverletzungen vorübergehend geschlossen werden. Ein Betrieb wurde komplett stillgelegt, da dort illegale Beschäftigung und gravierende Verstöße gegen die Bauordnung vorlagen.

Neben Problemen im Glücksspielbereich und bei baulichen Mängeln deckten die Prüfer auch Verstöße gegen Waffenrecht, Meldebestimmungen und Tabaksteuerregelungen auf. In mehreren Fällen wurden zudem Hygienemängel und illegale Beschäftigung dokumentiert. Vier Ermittlungsverfahren wegen illegaler Glücksspielaktivitäten und Beteiligung an nicht lizenzierten Wetten wurden eingeleitet.

Trotz der festgestellten Verstöße erfolgte keine dauerhafte Schließung von Betrieben. Sämtliche Vergehen wurden durch Geldstrafen, vorübergehende Schließungen oder Auflagen geahndet.

Die Kontrollen führten zu Bußgeldern von über 30.000 Euro und vier strafrechtlichen Ermittlungen. Die Behörden bestätigten, dass keine Einrichtungen dauerhaft geschlossen wurden, wenn auch mehrere vorübergehend stillgelegt wurden. Die Aktionen zeigten die anhaltenden Herausforderungen bei der Durchsetzung von Glücksspiel-, Sicherheits- und Arbeitsgesetzen in der Region auf.

AKTUALISIERUNG

Tiefere Einblicke in die Razzia am 27. August enthüllen das Ausmaß der Verstöße

Die Inspektion am 27. August 2025 ergab genaue Durchsetzungsmaßnahmen in der Region. Wichtige Erkenntnisse sind:

  • 398 Personen wurden während des Einsatzes überprüft.
  • 103 Verstöße gegen die Spielverordnung und 11 gegen den Glücksspielstaatsvertrag.
  • 53 Verstöße gegen das Hessische Spielhallengesetz, wobei Maschinen in Raunheim und Kelsterbach aufgrund fehlender Inspektionsaufkleber versiegelt wurden.