11 April 2026, 02:29

Grüne fordern rasche GKV-Reform – sonst drohen drastische Beitragserhöhungen ab 2025

Blauer Hintergrund mit weißer Schrift, die besagt, dass Millionen von Amerikanern durchschnittlich 800 USD pro Jahr an Gesundheitsversicherungsprämien unter dem Inflation Reduction Act sparen, mit einem Logo.

Grüne fordern rasche GKV-Reform – sonst drohen drastische Beitragserhöhungen ab 2025

Janosch Dahmen, gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen, hat die Bundesregierung aufgefordert, zügig Reformen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) umzusetzen. Er warnte, dass Verzögerungen bereits ab Januar nächsten Jahres zu einem deutlichen Anstieg der Beitragssätze führen könnten. Dahmen betonte, dass weitere Diskussionen nur Zeit kosten – jetzt sei entschlossenes Handeln gefragt.

Die GKV-Reformkommission hat bereits Vorschläge zur Kostensenkung vorgelegt. Doch Dahmen besteht darauf, dass die Regierung vor der Sommerpause einen Gesetzesentwurf finalisieren muss. Zudem forderte er die Koalition auf, die Reformpläne nicht über Ostern zu verschleppen, sondern konkrete Maßnahmen unverzüglich vorzulegen.

Eine Finanzierungslücke von 15 Millionen Euro bleibt weiterhin ungelöst. Sollte diese nicht geschlossen werden, könnten die Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung bis zum Ende dieser Legislaturperiode auf 25 Prozent steigen. Dahmen warnte, dass ein solcher drastischer Anstieg die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft beeinträchtigen würde.

Der Schätzungsausschuss, der die Beitragssätze für das folgende Jahr festlegt, tritt bereits im Oktober zusammen. Dieser enge Zeitrahmen erhöht den Druck auf die Regierung, schnell zu handeln und eine finanzielle Belastung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu verhindern.

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Dahmens Reformdruck kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Koalition zunehmend unter Druck gerät, das GKV-System zu stabilisieren. Ohne sofortiges Handeln könnten steigende Beitragssätze Haushalte und Unternehmen gleichermaßen belasten. Die Regierung hat nun nur noch ein kleines Zeitfenster, um die Finanzierungslücke zu schließen und langfristige wirtschaftliche Folgen abzuwenden.

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