Hanau startet neue Arbeitsmarktstrategie für bessere Jobchancen aller Bürger
Betty BruderHanau startet neue Arbeitsmarktstrategie für bessere Jobchancen aller Bürger
Hanau führt neue Strategie für den Arbeitsmarkt ein, um Bürger mit Beschäftigungshürden zu unterstützen
Die Stadt Hanau setzt eine neue Arbeitsmarktstrategie um, die Einwohnern mit Zugangsschwierigkeiten zum Arbeitsmarkt helfen soll. Im Mittelpunkt des Plans stehen bessere Vernetzung, Qualifizierungsmaßnahmen und ein erleichterter Zugang zu Jobs für alle Bürger. Bereits jetzt laufen mehrere lokale Initiativen, die Langzeitarbeitslose, junge Menschen ohne Abschluss sowie Geflüchtete unterstützen.
Das Konzept der Stadt basiert auf drei zentralen Säulen: der Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Arbeitssuchenden, der Förderung von Ausbildungen für Fachkräfte sowie der Schaffung breiterer Zugangsmöglichkeiten zu Arbeitsplätzen. Eine Schlüsselrolle nimmt dabei das Jobcenter ein, das Unternehmen bei der Personalgewinnung, der Organisation von Schulungen und der Sicherung von Fördermitteln für Neueinstellungen unterstützt.
Für Personen, die praktische Berufserfahrung benötigen, bietet der Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service nun Arbeitsgelegenheiten in operativen Bereichen an. Diese Praktika sollen die Teilnehmer auf feste Stellen im ersten Arbeitsmarkt vorbereiten. Gleichzeitig erweitert die Stadt ein Projekt in der Gemeinschaftsunterkunft Sportfeld, um auch Bewohner einzubeziehen, die Bürgergeld beziehen.
Bildung bleibt ein zentrales Anliegen: Die Martin-Luther-Stiftung Hanau schafft niedrigschwellige Einstiegsmöglichkeiten in Pflegeberufe. Dazu gehören eine einjährige Ausbildung zum Altenpflegehelfer sowie eine 18-monatige Qualifizierung zur Pflegefachassistenz. Zudem werden sogenannte "Ein-Euro-Jobs" genutzt, um die Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern und die soziale Teilhabe zu fördern.
Ab dem 1. Januar 2026 übernimmt Hanau die direkte Verwaltung der Grundsicherungsleistungen für Arbeitssuchende. Zudem arbeitet die Stadt mit lokalen Partnern zusammen, um maßgeschneiderte Angebote für besonders gefährdete Gruppen zu entwickeln – darunter junge Menschen ohne Schulabschluss und Geflüchtete mit unklaren Bildungsbiografien.
Die Strategie verbindet Qualifizierung, Arbeitsgelegenheiten und finanzielle Unterstützung, um Beschäftigungslücken zu schließen. Ab 2026 wird Hanau die Leistungen für Arbeitssuchende eigenständig verwalten und damit mehr Gestaltungsmacht über die lokale Arbeitsmarktpolitik erhalten. Ziel ist es, klare Wege in stabile Beschäftigung für diejenigen zu schaffen, die sie am dringendsten benötigen.






